Marco Andretti bei seinem bisher einzigen Formel-1-Gastspiel beim Jerez-Test

Formel 1 2011

— 04.03.2011

Mario Andretti: "Marco ist gut genug für die Formel 1"

Mario Andretti rührt für seinen Enkelsohn Marco die Werbetrommel: Wann ihm klar wurde, dass der IndyCar-Pilot das nötige Talent für die Formel 1 hat

2007 war Mario Andrettis Enkelsohn Marco bereits Testfahrer bei Honda, doch der 23-jährige IndyCar-Pilot fasste in Europa nie wirklich Fuß. Nun versucht der Großvater, die Karriere voranzutreiben. "Es gibt keinen Zweifel, dass er gut genug für die Formel 1 ist", urteilt der 71-Jährige gegenüber 'crash.net' über den IndyCar-Sieger. "Natürlich werden die Leute sagen, dass ich voreingenommen bin, doch meine Meinung begründet sich auf Fakten und ich würde das gleiche sagen, wenn er nicht mit mir verwandt wäre."

Was Marco Andretti so stark macht? "Er ist ein typischer moderner Fahrer", meint der Formel-1-Weltmeister 1978. "Er ist extrem fit, absolut in die Sache vertieft und er lernt Strecken schnell. Sein Talent muss gefördert werden. Auch wenn er für das Team seines Vaters in der IndyCar-Serie fährt, würde ihn Michael ermutigen, in die Formel 1 zu gehen, solange das Paket seinem Talent Rechnung trägt."

Dass es 2007 nicht mit dem Formel-1-Einstieg geklappt hat, führt er auf politische Gründe zurück: "Die zwei kurzen Tests mit Honda waren eher politisch motiviert, als dass man wirklich herausfinden wollte, was er kann. Er hätte es hingekriegt, kein Zweifel. Ich finde, dass er in der kurzen Zeit hinter dem Lenkrad ein Versprechen abgegeben hat."

Der vierfache IndyCar-Champion erinnert sich zurück: "Ich war damals in Jerez. Am zweiten Tag war es nass und Honda hat ihn nicht hinausgeschickt. Dabei ist Marco bei diesen Bedingungen sehr gut. Schon zu Beginn seiner Karriere hatte er den Ruf, dass er im Regen fantastisch ist. Irgendwann haben sie ihn dann tatsächlich rausgeschickt und plötzlich fand er sich hinter Alonso wieder, der ebenfalls einen ernsthaften Versuch im McLaren begann."

Mario Andretti traute seinen Augen nicht: "Sechs Runden lang waren sie gemeinsam unterwegs. In diesen Runden fuhr Fernando Marco nicht davon - sie waren beide sehr schnell unterwegs. Marco blieb dran und ich glaube, dass sich da seine Brillanz gezeigt hat. Er hatte keine Erfahrung mit diesen Autos, auch die Bedingungen waren schwierig."

Fotoquelle: xpb.cc

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