Nicht einmal Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (80) wird ewig leben...

Formel 1 2011

— 06.03.2011

"Geringes Risiko": Was kommt nach Ecclestone?

Bernie Ecclestone ist 80 Jahre alt und wurde schon vor zwölf Jahren am Herzen operiert, dennoch ist eine Nachfolgeregelung für die Teams kein Thema

Die Formel 1 ohne Bernie Ecclestone, das ist für viele unvorstellbar. Aber obwohl man den Eindruck hat, dass für den 80-Jährigen oftmals andere Naturgesetze gelten als für andere, so glaubt doch niemand ernsthaft daran, dass er ewig leben wird. Das wiederum wirft die Frage nach einer sauberen Nachfolgeregelung im Grand-Prix-Sport auf.

1999 musste sich Ecclestone sogar einer Herzoperation unterziehen, bei der ihm ein dreifacher Koronararterien-Bypass gelegt wurde. Trotzdem scheinen sich die Teams bisher nicht mit der Frage, was danach kommt, zu beschäftigen. Warum eigentlich? "Die Teams befinden sich in keiner risikoreichen Position, denn die Formel 1 hat ein weltweites Publikum. Daran wird sich nichts ändern", erklärt Marussia-Virgin-Teampräsident Graeme Lowdon.

Denn den Formel-1-Fans ist seiner Meinung nach egal, wer kommerziell die Fäden in der Hand hält: "Viele Menschen, die diesen Sport verfolgen, kennen nicht einmal die Struktur der kommerziellen Rechte oder wem sie gehören. Die Formel 1 ist ein Teamsport und die Fahrer sind die Helden. Für einen sehr hohen Prozentsatz der Fans ist das alles, was sie wissen müssen", gibt Lowdon im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' zu Protokoll.

"Die Nachfrage wäre unverändert groß und die Teams wären weiterhin diejenigen, die die Nachfrage befriedigen könnten. Es gibt ja nicht viele Formel-1-Teams, genau gesagt zwölf. An Angebot und Nachfrage würde sich nicht viel ändern, daher sehen die Teams das als geringes Risiko", so der Brite. "Mit einer anderen Struktur würden sich vielleicht finanzielle Vorteile für andere Parteien als bisher ergeben. Aber es ist ein großes Business, das sicher auch nach Bernie weitergehen wird."

Lange Zeit wurde Flavio Briatore als möglicher Nachfolger gehandelt, doch wesentlich wahrscheinlicher ist, dass es nach Ecclestones Tod eine neue Struktur geben wird, die die Verantwortung nicht mehr nur auf die Schultern eines einzelnen Mannes legt. Das dürfte auch im Interesse von CVC Capital Partners liegen, also jener Investmentgesellschaft, die die kommerziellen Rechte der Formel 1 mehrheitlich kontrolliert.

Das möglicherweise größte Problem, das sich eines Tages durch Ecclestones Tod ergeben könnte, ist, dass der nur 1,59 Meter große Brite viele aktuelle Verträge, zum Beispiel mit Rennstrecken, selbst ausgehandelt und unterschrieben hat. Insider befürchten etwa, dass es der oder die Nachfolger schwierig haben werden, sich in die verschiedenen Verträge einzuarbeiten und deren Konditionen aufrechterhalten zu können.

Fotoquelle: xpb.cc

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