Mit Messgeräten übersät: Jenson Button beim Test in Barcelona

Formel 1 2011

— 08.03.2011

Button freut sich über McLaren-Fortschritte

Ein "Knubbel" auf der Nase und verbesserter Speed waren aus McLaren-Sicht die Schlagzeilen des Tages beim Testauftakt in Barcelona (Update)

"Die letzten paar Tests waren nicht perfekt für uns, was vor allem daran lag, dass wir nicht genug Zeit hatten, um am Setup zu arbeiten. Wir haben auch sicher nicht das schnellste Auto", gibt Jenson Button zu. "Aber heute haben wir mit der Balance des MP4-26 echte Fortschritte gemacht." Beim letzten Test des Winters scheint das McLaren-Team also endlich in Fahrt zu kommen.

Button absolvierte in Barcelona 74 Runden und belegte mit 0,366 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Mark Webber den zweiten Platz. "Am Vormittag", berichtet er, "absolvierte ich ein paar kürzere Runs, am Nachmittag dann ein paar längere. Wir haben uns Setup und Balance angesehen und den Rest des Tages damit verbracht, die Konstanz der Reifen zu optimieren." Mehr als 15 Runden sind mit den Pirellis nämlich nur in den seltensten Fällen drin.

Abbruch einer Rennsimulation

Pech für den Weltmeister von 2009: Just als er am späten Vormittag eine Rennsimulation absolvieren wollte, musste er diese schon nach 13 Runden abbrechen - ein angebliches Problem im Auspuffbereich machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Umso besser klappten die Übungen von Rennwochenend-Prozeduren wie etwa den Boxenstopps: "Meine Jungs scheinen in Form zu sein", ließ Button über Twitter ausrichten.

Am meisten Aufsehen erregte aber die merkwürdig anmutende Nasenkonstruktion, mit der der MP4-26 ausgestattet war. "Das ist Teil eines langfristig angelegten Entwicklungspakets, das wir evaluieren", ließ das Team auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' ausrichten. Verwirrung kam auf, weil Button und Lewis Hamilton in einem YouTube-Video gerade eine Aktion mit ähnlichen Nasen für den Red-Nose-Day promoten, aber: "Das ist purer Zufall", versichert das britische Team.

Die Sicht über die Erhöhung hinweg war für den Fahrer jedenfalls kein Problem: "Ich konnte wunderbar sehen", winkt Button ab. "Das Witzige ist, dass man damit den Punkt sehen kann, also merkt man, wie sich das Auto bewegt. Das ist komisch, denn normalerweise sehen wir das vom Cockpit aus nicht. Es ist ein Gerät, der verschiedene Dinge am Auto überprüft, aber in den Rennen wird es nicht zum Einsatz kommen."

Aerodynamisches Messgerät

Im Medienzentrum konnte über den genauen Hintergrund der Nase nur spekuliert werden. Fest steht: Es handelt sich dabei um ein Messgerät. Die meisten Experten gehen davon aus, dass mit den beiden Streben, die vom "Knubbel" in der Mitte zu den Frontflügelenden führen, Flexibilität und somit indirekt auch Anpressdruck gemessen werden können. Bei McLaren schweigt man aber zu diversen Theorien, die bereits kursieren.

Button, der auch einen neuen 2011er-Frontflügel testete, kann das egal sein: "Ich weiß, dass wir nicht mehr viele Tests haben - für mich ist es nur noch ein Tag -, aber nach dem heutigen Tag hoffe ich, dass wir diese Woche noch große Fortschritte machen werden. Wir konnten diesen Winter bisher noch kaum am Setup arbeiten, aber jetzt haben wir eine gute Basis, auf die wir aufbauen können. Das ist schön zu sehen."

Fotoquelle: xpb.cc

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