Mika Häkkinen bereut seinen frühen Rücktritt von der Formel 1 nicht

Formel 1 2011

— 09.03.2011

Häkkinen über Schumacher: "Mutige Entscheidung"

Mika Häkkinen wünscht Michael Schumacher weiterhin alles Gute, glaubt aber, dass das Niveau in der Formel 1 heute höher ist als früher

Manche Geschichten schreibt eben nur die Formel 1: Wer hätte 1998/99 gedacht, dass der damalige Renningenieur von Mika Häkkinen eines Tages ausgerechnet mit Michael Schumacher zusammenarbeiten würde - und das noch dazu in einem Mercedes-Silberpfeil? Wohl niemand. Aber genau so ist es gekommen.

Denn nach einem durchwachsenen Jahr mit Andrew Shovlin bekommt Schumacher dieses Jahr Mark Slade zur Seite gestellt, also jenen Mann, der seinen früheren WM-Rivalen Häkkinen 1998 und 1999 im silbernen McLaren-Mercedes zum Champion gemacht hat. Trotzdem glaubt Häkkinen, dass es für den siebenfachen Weltmeister nicht einfach wird, an frühere Erfolge anzuknüpfen, wie er in einer Talkshow des Red-Bull-Senders 'Servus TV' verrät.

Niveau höher als vor zehn Jahren

"Ich denke, er hat eine sehr mutige Entscheidung gefasst, das nochmal anzugehen. Das ist eine große Herausforderung", erklärt Häkkinen. "Meiner Meinung nach sind die Fahrer heute noch besser und vor allem besser entwickelt als früher. Es ist eine große Herausforderung für ihn. Er muss noch einige Dinge lernen, die für ihn jetzt neu sind, aber ich wünsche ihm alles Gute und finde, dass er seine Sache gut macht."

Der 42-Jährige (drei Monate älter als Schumacher) hat seine eigene Formel-1-Karriere bereits 2001 beendet. Von 2005 bis 2007 gab er ein Comeback in der DTM, wo er immerhin noch drei Rennsiege erringen konnte. "Mir ist das Aufhören sehr leicht gefallen", erinnert er sich. "Das Rennfahren muss aus dem Herzen kommen, aber für mich war es damals eine Belastung. Also habe ich mich so entschieden."

Unfälle haben Energie gekostet

Häkkinen entschied sich bereits früh während der Saison 2001 dazu, den Helm an den Nagel zu hängen, kündigte aber zunächst nur eine einjährige Auszeit an. 2002 gab er bekannt, dass er nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren wird. Schumacher, obwohl gleich alt, ist auch zehn Jahre später noch auf höchstem Niveau unterwegs. Doch Häkkinen bereut seinen frühen Rücktritt vom Grand-Prix-Sport nicht.

"Ich hatte eine sehr lange Karriere in der Formel 1, die sehr hart war. Ich hatte ein paar schwere Unfälle. Danach wieder Rennen fahren zu können, hat jedes Mal viel Energie gekostet. Darum war mein Akku leer und darum bin ich vielleicht etwas früher zurückgetreten als manch andere", erinnert er sich an Schicksalsschläge wie etwa den Trainingscrash in Adelaide 1995, bei dem ihm nur ein Luftröhrenschnitt das Leben rettete.

Fotoquelle: xpb.cc

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