Jenson Button gibt sich vor dem Saisonstart verhalten optimistisch

Formel 1 2011

— 09.03.2011

McLaren: Wie stark ist der MP4-26 wirklich?

Der innovative McLaren MP4-26 gibt nach wie vor Rätsel auf: Jenson Button erkennt Fortschritte, Martin Brundle einen regelrechten "Schlamassel"

McLaren war im vergangenen jahr lange Zeit im Titelkampf, konnte allerdings das Tempo von Red Bull nicht mitgehen, auch Ferrari war in der zweiten Saisonhälfte 2010 regelmäßig schneller. Mit einem innovativen MP4-26 wollen die Briten in diesem Jahr zurückschlagen. Doch die Erkenntnisse aus den bisherigen Tests lassen vermuten, dass Lewis Hamilton und Jenson Button auch in der neuen Saison womöglich nicht ganz vorne fahren können.

"Wir haben bezüglich Standfestigkeit und Speed sicherlich keinen Traumstart ins Jahr gehabt, aber ich erkenne Fortschritte", meint Button nach seinem Testeinsatz am Dienstag. Der Weltmeister von 2009 hatte sich hinter Mark Webber auf Platz zwei platziert, war dabei definitiv nicht mit perfekter Aerodynamik unterwegs. McLaren hatte auf der Nase einen "Buckel" installiert. Dort waren Messvorrichtungen untergebracht, um das Verhalten des Frontflügels analysieren zu können.

Ob der McLaren ohne den "Buckel" für eine Bestzeit gut gewesen wäre, ist dennoch fraglich. Laut Button könne man zum Saisonstart froh sein, wenn man als dritte Kraft hinter Red Bull und Ferrari agieren könne. Bei den britischen Silberpfeilen gibt es noch viel zu tun. "Ich habe den McLaren vor rund einer Woche beim Test genau beobachtet und muss sagen, dass es ein regelrechter Schlamassel ist", sagt Ex-Grand-Prix-Pilot Martin Brundle im 'Daily Telegraph'.

"Der Wagen verzögert nicht anständig, lenkt nicht richtig ein, bekommt die Power nicht auf den Boden", analysiert Brundle. "Lewis sah kein Land, sie haben eindeutig ein grundlegendes Problem", fügt der Brite an. Brundles Ansichten werden von anderen Beobachtern geteilt. "Ich habe ein grundlegendes Problem mit diesem Konzept", sagt Eddie Jordan in der 'BBC'. "Wo ist der Fortschritt, die wirkliche Innovation? Red-Bull-Designer Adrian Newey macht nicht solch ein Zeug."

McLaren präsentierte zum neuen Jahr L-förmige Seitenkästen, experimentiert seit Wochen mit verschiedenen Auspuffvarianten. "Kein einziges Topteam geht so daran. Ich verstehe es einfach nicht", schüttelt Jordan den Kopf. "Beide Piloten sind unglücklich. Wahrscheinlich müssten sie eigentlich ein ganz neues Auto bauen. Aber das geht heutzutage nicht mehr. Früher konnte man so etwas machen, als noch ein komplettes Testteam aktiv sein durfte."

Auch David Coulthard sieht McLaren in Problemen. Das Team aus Woking habe zwar großartige Ressourcen und Möglichkeiten, aber in Zeiten der Testbeschränkungen nur begrenzte Chancen. "Es ist immer wichtig, dass ein Auto sofort schnell ist. Ist dies nicht der Fall, dann sitzt du an der Lösung deiner grundlegenden Probleme, während die Konkurrenz schon zwei oder drei Weiterentwicklungen machen kann", sagt der Schotte.

Fotoquelle: xpb.cc

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