Mindestens drei Stopps pro Rennen: Das Boxenstopptraining ist sehr wichtig

Formel 1 2011

— 10.03.2011

Fahrer befürchten: Reifen schlecht für die Show

Mit schnell abbauenden Reifen will Pirelli die Show in der Formel 1 verbessern: Viele Fahrer erwarten das Gegenteil - Kaum Trainingsrunden am Freitag und Samstag?

Im Rahmen der Barcelona-Tests trafen sich Vertreter der Fahrergewerkschaft GPDA mit FIA-Renndirektor Charlie Whiting, um die brennenden Themen vor dem Start in die Saison zu diskutieren. Einerseits wurde intensiv über den Einsatz des verstellbaren Heckflügels debattiert, andererseits ergab sich offenbar ein längeres Gespräch über die aktuelle Reifensituation. Viele Piloten sind mit den schnell verschleißenden Pirellis nicht einverstanden.

"Wir haben unsere Sicht bezüglich der Reifensituation dargelegt", wird Jarno Trulli von 'Autosport' zitiert. "Vor allem ging es uns um den schnellen Verschleiß. Nach zehn bis 15 Runden bist du fünf Sekunden langsamer. Diese Tatsache wird uns davon abhalten, viel zu fahren." Die Befürchtung der GPDA: Es wird wieder extremes Sparen von Reifen geben. Statt mehr Show, soll es weniger geben, weil am Freitag und Samstag kaum Fahrbetrieb herrschen könnte.

"Wir würden gern mehr fahren, aber wenn solch ein Reifen schon nach drei oder fünf Runden hinüber ist, dann wird es schwierig", drückt Trulli seine Sorgen vorsichtig aus. Die FIA hatte einen ersten Schritt gemacht und den Einsatz eines zusätzlichen Reifensatzes am Freitag erlaubt. "Das ist eine gute Entscheidung", sagt Trulli. "Wir arbeiten toll mit Charlie und der FIA zusammen. Ich bin sicher, dass Pirelli auch mitziehen wird. Im Augenblick sind allerdings alle etwas in Sorge."

Während beispielsweise Pastor Maldonado und Kamui Kobayashi keinen großen Wind um die Reifen machen, sondern sich womöglich sogar gute Chancen auf Erfolge ausrechnen, machen viele andere Piloten ihrem Unmut Luft. "Wir sind nicht enttäuscht, stellen lediglich dar, dass der Verschleiß zu hoch ist", sagt Trulli und sucht einen diplomatischen Zugang zum Thema. "Wir sind fast alle der gleichen Meinung. Pirelli fehlt es einfach etwas an Formel-1-Erfahrung."

Durch weitere Reifentests während der Saison könne man die Probleme in den Griff bekommen, meint der Italiener. "Ich bin sicher, dass sie es verbessern werden. Im Moment ist es aber leider nicht besonders toll. Wir müssen nun damit umgehen. Ich bin sicher, dass es nicht ein einziges Rennen mit weniger als drei Boxenstopps geben wird." Trulli ist überzeugt, dass Pirelli schnell reagieren kann, denn "die haben alle Möglichkeiten".

"Es geht uns nicht darum, Pirelli zu kritisieren", sagt der Lotus-Pilot, "denn sie liefern uns Reifen und machen einen guten job. Sie könnten es aber noch etwas besser machen. Wenn wir ihnen etwas Zeit geben, und sie gerade in der Frühphase der Saison unterstützen, dann werden sie schnell von unser aller Erfahrung profitieren können. Es kann sein, dass die Reifensituation schon nach wenigen Rennen deutlich besser ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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