Mike Gascoyne hofft, in dieser Saison ins Mittelfeld aufrücken zu können

Formel 1 2011

— 13.03.2011

Lotus-Technikchef Gascoyne: "Wir sind dran"

Lotus startet wesentlich besser vorbereitet in seine zweite Formel-1-Saison als noch vor einem Jahr - Ist der neue Lotus T128 standfest genug?

In seiner zweiten Formel-1-Saison möchte Lotus eine wesentlich bessere Rolle spielen als noch im vergangenen Jahr, als sich das innerhalb weniger Monate formierte Team gerade einmal gegenüber den anderen Neulingen HRT und Virgin durchsetzen, aber trotzdem keine WM-Punkte einfahren konnte. Für 2011 peilt Technikchef Mike Gascoyne den Anschluss ans Mittelfeld der Formel 1 an.

Andere Teams seien im Vergleich zum Vorjahr zwei Sekunden langsamer geworden, Lotus wurde dagegen schneller. "Der Abstand zum Mittelfeld beträgt nicht mehr zwei Sekunden. Ich traue mich anhand der Rundenzeiten zusagen: Wir sind dran", wird Gascoyne von 'auto motor und sport' zitiert. Der neue Lotus T128 sei ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Vorjahresmodell, das über "eine Technik, die drei Jahre alt war", verfügte.

Nach dem zehnten Platz in der Teamwertung 2010 sei es nun logisch, im nächsten Schritt den neunten Rang anzupeilen. Im weiteren Saisonverlauf könne man vielleicht auch den achten oder sogar siebten Platz angreifen, glaubt Gascoyne. Doch um dieses Ziel zu erreichen, muss der 2011er-Lotus standfester werden, kein Team - außer HRT - kam so wenig zum Fahren wie Lotus.

"Das schlimmste war der Mangel an Ersatzteilen", gibt der Technikchef zu. So kurz vor dem Saisonstart gebe es Engpässe bei den Lieferanten. "Alle stehen bei den gleichen Firmen an." So seien die langen Standzeiten in der Box vor allem den fehlenden Ersatzteilen geschuldet gewesen, weniger der Schwere der einzelnen Defekte.

Lotus setzt in dieser Saison auf den V8-Motor von Renault und auf das dazu passende Getriebe von Red Bull. Ob Elemente wie KERS oder ein angeblasener Diffusor im Laufe des Jahres noch dazukommen, steht derzeit noch nicht fest. Während eine neue Auspuff-Diffusor-Einheit durchaus denkbar sei, wäre KERS eine wesentlich größere Herausforderung.

"KERS ist für ein kleines Team wie uns eine große Nummer", stellt Gascoyne klar. "Wir müssten das Chassis signifikant ändern. Im Moment ist kein Platz für KERS." Zudem müsste ein solcher Schritt mit Renault abgestimmt werden. Unter Umständen hat Lotus aber gar keine andere Wahl, das weiß auch Gascoyne: "Der Alptraum wäre natürlich, wenn wir uns im Mittelfeld vor einigen unserer direkten Gegner qualifizieren und dann auf dem Weg in die erste Kurve drei oder vier Plätze verlieren, die wir dann nicht mehr gutmachen können, weil uns auf der Geraden die Extraleistung fehlt."

Fotoquelle: xpb.cc

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