Fernando Alonso hat McLaren auch 2011 fest auf der Rechnung

Formel 1 2011

— 15.03.2011

Alonso: "McLaren wird um Podestplätze kämpfen"

Ferrari-Star Fernando Alonso traut dem McLaren-Braten nicht: "Sehen erst in Australien klar" - Die Briten doch nicht so schlecht wie befürchtet?

McLaren war zweifellos die große Enttäuschung der zurückliegenden Wintertests. Die Briten stellten in bester Laune in Berlin einen innovativen MP4-26 vor. Alle Beteiligten waren sicher, dass man mit dem Neuwagen mindestens auf dem Niveau von Ferrari und Red Bull agieren könnte. Doch bei den Testfahrten folgte die schmerzhafte Bauchlandung. Der britische Silberpfeil war enorm unzuverlässig und nicht gerade beängstigend schnell.

Nach Abschluss der Testwoche in Barcelona taten sich Lewis Hamilton und Jenson Button schwer, die aktuelle McLaren-Situation noch in optimistische Worte zu fassen. "Es ist sicherlich nicht die beste Art, in eine Saison zu gehen", meinte Button nach seinen letzten Proberunden vor dem ersten Rennen des Jahres. "Wenn man sich die Kilometerleistung von Red Bull oder Ferrari anschaut, dann liegen wir meilenweit zurück."

Statistisch ist diese Aussage deutlich belegbar. Die Teststatistik zeigt, dass Ferrari rund doppelt so viele Kilometer abspulen konnte wie die Briten. "Die sind aber besser als es aussehen mag", winkt Fernando Alonso ab. Der Spanier traut den Aussagen von Hamilton und Button nicht recht. Aus Sicht des Spaniers gilt es als sicher, dass McLaren wieder an der Spitze mitfahren kann. "Die Wintertests zeigen oft nicht die ganze Wahrheit", so der Asturier in der Zeitung 'El Pais'.

"Kann sein, dass sie etwas mehr erwartet hatten. Vielleicht sind sie auf dem Niveau der Besten, hatten aber damit gerechnet, deutlich vor allen anderen zu sein", schwant Alonso eine mögliche McLaren-Finte. "Wir sehen erst in Australien wirklich klar. Ganz bestimmt ist McLaren kein Team, das um Platz zehn kämpfen wird. Die werden ganz nahe am Podest sein." Fraglich ist derzeit, ob McLaren im Rahmen der Wintertests überhaupt die passende Konfiguration finden konnte.

Das traditionsreiche Team hatte beispielsweise mehrere Varianten des Auspuffsystems im Einsatz - wirklich zufrieden war man mit keiner. Zusätzlich läuft man offenbar einem Wissensvorsprung der Konkurrenz hinterher. Während Ferrari und Red Bull die Materialkunde im Bereich Frontflügel beherrschen, stochern die Techniker in Woking noch im Nebel. Sie wissen augenscheinlich nicht, wie man einen optimal biegsamen Frontflügel realisiert. Mit einem Stellmotor in einer Beule auf der Fahrzeugnase simulierte man den Effekt nur.

"Es ist eine Wissenschaft für sich, den Frontflügel so zu konstruieren, dass er sich kontrolliert verbiegt. McLaren scheint da im Wald zu stehen", wird ein Ingenieur der Konkurrenz von 'auto motor und sport' zitiert. In Woking arbeitet man unter Hochdruck, um den vermeintlichen Rückstand aufzuholen. "Hoffentlich bringen unsere Leute noch etwas Neues", so die Hoffnung von Hamilton. "McLaren wird aber nicht für lange in dieser Position bleiben", fügt Teamkollege Button an.

Fotoquelle: Ferrari

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