FIA-Boss Jean Todt wünscht sich mehr Unterstützung aus der Formel-1-Gemeinde

Formel 1 2011

— 16.03.2011

Todt fordert neues Startnummern-System

FIA-Boss Jean Todt kritisiert, dass man die Formel-1-Piloten aufgrund kleiner und sich ständig ändernder Startnummern nicht erkennt und fordert Änderungen

Jeder Formel-1-Fan kennt das Problem: Die Helme der Piloten sind hinter den hochgezogenen Cockpit-Seitenwänden versteckt, viele Fahrer verändern zudem regelmäßig ihr Helmdesign. Und die Startnummern, an denen sich die Zuschauer früher orientiert haben, sind aufgrund ihrer geringen Größe kaum noch auf den Boliden auszumachen. Kein Wunder, dass selbst Formel-1-Kenner da schon einmal einen Piloten verwechseln.

Jetzt will FIA-Boss Jean Todt dafür sorgen, dass dies in Zukunft einfacher wird. "Es ist sehr schwierig, einen Fahrer in einem Auto zu identifizieren", gibt der Franzose gegenüber 'The Age' zu. "Ich würde gerne sehen, wer das Auto fährt - und zwar von weit weg und anhand der Startnummer. Derzeit findet man aber keine Nummer und keinen Namen."

Als positives Beispiel verweist Todt auf die US-amerikanische NASCAR-Serie. "Wie in der NASCAR-Serie sollte ein Fahrer, der in die Formel 1 kommt, eine Nummer bekommen", würde Todt nicht davor zurückschrecken, das in der Formel 1 seit den 1990er-Jahren etablierte Nummernsystem nach der Konstrukteurs-Wertung des Vorjahres abzuschaffen. "Der Fahrer würde die Nummer seine ganze Karriere über behalten. Man könnte eine Nummer mit einem Fahrer verbinden."

Doch derzeit scheitert selbst der FIA-Boss an den starren Strukturen in der Formel 1. "Ich habe nicht die Macht, etwas zu ändern, ohne unnötige Konflikte zu schüren", gibt er zu. "Ich bin nicht glücklich." Viele Teams sind gegen dominante Startnummern, da dadurch wertvoller Platz für Sponsorenlogos verloren gehen würde.

"Man benötigt eine starke Basis, wenn man etwas verändern will. Man benötigt zumindest ein Minimum an Zustimmung in der Formel-1-Gemeinde", erklärt Todt. "Derzeit sind sie aber nicht interessiert, sie sind recht zufrieden. Es wird aber kommen, es wird sich ändern."

Fotoquelle: xpb.cc

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