Verhandlungen ab 2013: Die Formel 1 soll über 2015 hinaus in Melbourne sein

Formel 1 2011

— 17.03.2011

Melbourne: Hartes Ringen um neuen Vertrag

Die Verantwortlichen in Australien kündigen eine härtere Gangart bei den Verhandlungen zur Vertragsverlängerung an: Bernie Ecclestone herausfordern

Weil der Grand Prix in Melbourne jährlich tiefrote Zahlen schreibt, und die Steuerzahler des Bundesstaates Victoria immer wieder für die Verluste aufkommen müssen, ist der Ruf nach dem Abschied von der Formel 1 zuletzt immer lauter geworden. "Down Under" stellt man die kostspieligen Grand-Prix-Veranstaltungen auf den Prüfstein. Der Vertrag mit Bernie Ecclestone läuft noch bis 2015. Es gibt jedoch Forderungen nach einem vorzeitigen Ausstieg - der allerdings auch viel Geld kosten würde.

Auch in Australien ist man der Ansicht, dass die hohen Antrittsgebühren der Formel 1 für die jährlichen Verluste verantwortlich sind. Dem will man in Zukunft entgegensteuern. "Wir wollen den Vertrag verlängern. Aber wir wollen uns an einen Tisch setzen und erst einmal ordentlich verhandeln", kündigt die zuständige Ministerin Louise Asher im Gespräch mit 'Reuters' an. "Die Regierung von Victoria will den Grand Prix halten."

"Wir werden aber in Zukunft nicht mehr lammfromm in den Verhandlungen auftreten", sagt die Tourismusministerin. Asher war 1996 mit den Liberalen schon einmal an der Macht in Victoria. Damals war sie eine der treibenden Kräfte hinter dem Umzug des Australien-Grand-Prix von Adelaide nach Melbourne. "Damals gab es jährliche Verluste von etwa zwei Millionen", sagt die Australierin, "aber damals hatten wir auch einen anderen Vertrag als Grundlage."

"Die Verluste sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Das liegt an den geänderten Vertragsbedingungen, aber auch daran, dass die Zuschauer nicht mehr so zahlreich kommen. Auch die Umsätze an der Strecke und die Sponsoreneinnahmen sind zurückgegangen", erklärt Asher. Im vergangenen Jahr machte man erheblich Miese. Die Steuerzahler mussten am Ende ein Loch von rund 35 Millionen Euro stopfen.

Den Verlusten steht ein geschätzter wirtschaftlicher Nutzen für die Region von etwa 50 bis 120 Millionen Euro gegenüber - die Werte schwanken je nach politischem Lager. "Der Grand Prix ist zweifellos ein Wirtschaftsfaktor", sagt Asher. "Victoria muss etwas tun. Sydney hat den tollen Hafen, Brisbane das Great Barrier Reef. Wir müssen mit Events Menschen anlocken. Wir machen Sportveranstaltungen, aber auch Theater und andere Kulturevents. Auch diese werden aus Steuergeldern bezuschusst."

Fotoquelle: xpb.cc

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