Heikki Kovalainen will mit Lotus den Sprung ins Formel-1-Mittelfeld schaffen

Formel 1 2011

— 18.03.2011

Lotus: Mit der "Rakete" nach vorn

Bei Lotus ist die Vorfreude auf den Saisonstart in Melbourne riesig: Gelingt schon im zweiten Jahr der gewünschte Sprung ins Formel-1-Mittelfeld?

Das Rätselraten hat bald endlich ein Ende. In einer Woche müssen die Formel-1-Teams ihre Karten aufdecken, wenn es in die ersten offiziellen Sessions der Saison geht. Die Vorfreude ist bei allen Teams groß, vor allem die Piloten können den verspäteten Saisonstart in Melbourne kaum noch erwarten. "Das wird aufregend", sagt Heikki Kovalainen, der mit Lotus nun ins Mittelfeld vorrücken möchte.

"Die australischen Fans sind klasse und es herrscht immer eine Art Karnevalsstimmung, weil die Strecke mitten in der Stadt liegt", sagt der Finne. "Der Kurs ist ein halber Stadtkurs. Das ist ein bischen schwierig. Die Strecke baut erfahrungsgemäß im Verlauf des Wochenendes immer mehr Grip auf, wenn Gummi auf die Bahn gelegt wird. Freitags ist es oft rutschig. Das muss man von vornherein beim Setup bedenken."

"Wenn du im ersten Freien Training ein paar Probleme mit der Balance hast, dann solltest du dem nicht zu viel Bedeutung beimessen, sondern dich eher auf grundlegende Dinge wie Abtrieb, Übersetzung und Reifen konzentrieren", spricht Kovalainen aus Erfahrung. "Im dritten Training am Samstagmorgen liefert die Strecke dann ein realisitisches Bild. Im Qualifying kommt auch noch mehr Gummi hinzu, sodass es immer schneller wird. Das kann recht heftig für die Reifen werden."

"Die Strecke bietet nur wenige Überholmöglichkeiten", sagt der Lotus-Pilot. "Ob der neue verstellbare Heckflügel hilft, müssen wir erst einmal abwarten. Was immer auch passieren mag: Ich freue mich sehr auf das erste Rennen. Bei all den Fortschritten, die wir in unserem ersten Jahr gemacht haben, wird es ganz bestimmt eine tolle Saison für uns." Diese Zuversicht wird von allen Mitgliedern des Lotus-Teams geteilt - aber man nimmt den Mund nicht zu voll.

Es gibt vor dem Start in Melbourne einfach noch zu viele Unbekannte. Eine davon ist der verstellbare Heckflügel, der in Australien seine Premiere feiern wird. "Man fragt mich oft, wie sich die Beschleunigung mit einem Formel-1-Auto anfühlt. Ich sage dann immer, dass es wie eine Rakete ist", sagt Jarno Trulli. "Nun zünden wir eine Rakete, wenn wir schon auf Topspeed sind", malt der Italiener ein Bild von der Wirkung des neuen Heckflügels.

"Als ich ihn erstmals benutzte, war das schon ein ganz komisches Gefühl. Urplötzlich hast du 15 Prozent weniger Luftwiderstand und entsprechend mehr Speed", erklärt Trulli. "Aber je öfter man ihn nutzt, umso mehr gewöhnt man sich daran - auch an das veränderte Fahrzeugverhalten. Im Training und Qualifying dürfen wir ihn jederzeit aktivieren, im Rennen nur dann, wenn wir weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann sind. Das wird ein wichtiger strategischer Faktor. Mal sehen, ob sich der Rennsport ändert. Ich hoffe jedenfalls, dass es einen Unterschied machen wird."

Die Lotus-Piloten sollen 2011 viel mehr Gelegenheiten zum Überholen bekommen. Das Team will den Sprung ins Mittefeld schaffen. "Das wird eine wichtige Saison für uns, denn wir sind keine Neulinge mehr", sagt Teamchef Tony Fernandes. "2010 haben wir unser Ziel erreicht, aber dennoch beginnen wir nun wieder bei null. Wir haben ein ganz neues Auto, ein etabliertes Team, eine tolle Fabrik und entsprechend höhere Erwartungen."

"Jetzt kommt die nächste Phase der harten Arbeit", so der Geschäftsmann aus Malyasia. "Wir müssen beweisen, dass uns die Resultate der Wintertests die Möglichkeit verschaffen, das nächste Kapitel in der tollen Geschichte von Lotus aufzuschlagen." Die große Frage ist, ob sich das britische-malaysische Team in Zukunft noch mit dem Namen Lotus schmücken darf. Am kommenden Montag entscheidet ein Gericht über den anhaltenden Disput um die Rechte am Namen Lotus.

Fotoquelle: xpb.cc

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