2010 schied Sebastian Vettel in Melbourne in Führung liegend aus

Formel 1 2011

— 23.03.2011

Vettel: Fünf Weltmeister nichts Besonderes

Sebastian Vettel spricht vor dem Saisonauftakt über seine aktuelle Situation und erklärt, warum fünf Weltmeister in der Startaufstellung nichts Besonderes sind

Zum ersten Mal seit vielen Jahren beginnt am kommenden Wochenende eine Formel-1-Saison mit fünf Weltmeistern: Sebastian Vettel, Jenson Button, Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Michael Schumacher. Aus Sicht von Vettel macht das aber keinen Unterschied: "Die Anzahl der Weltmeister ist nicht so entscheidend. Es gibt immer sehr schnelle Fahrer, die meistens in den besten Teams sind", so der amtierende Champion.

Heute gönnte er sich ein bisschen Entspannung beim Scheren von Schafen. "Ich hoffe, ich stelle mich am Wochenende nicht so an wie heute", grinst Vettel. "Jeder kennt das und weiß, wie es gemacht wird, aber es selbst zu machen, ist dann doch noch mal etwas anderes - vor allem sich vorzustellen, wie das Schaf ohne Wolle aussieht!" Letztendlich gelte dann aber doch der gleiche Grundsatz wie auch in fast jeder Sportart: "Übung macht den Meister!"

Als Weltmeister geht er "vielleicht ein bisschen entspannter an die ganze Sache ran", sagt der 23-Jährige vor dem ersten Training in Melbourne, aber er weiß auch, dass er sich von der Startnummer eins in der neuen Saison nichts mehr kaufen kann: "Die macht mich nicht schneller." Insofern ist ihm auch bewusst, dass er sich nicht auf den Weltmeisterbonus verlassen sollte: "Das Geheimnis ist, dass das nicht so viel verändern darf."

Aber: "Das, was bis jetzt passiert ist, kann einem keiner mehr nehmen. Das ist ein schönes Gefühl", freut sich Vettel und sagt über die Startnummer eins auf seinem Auto: "Jetzt habe ich sie - und jetzt will ich sie natürlich auch nicht mehr hergeben! Das ist das Ziel für dieses Jahr. Ich weiß aber, dass am Saisonanfang jeder null Punkte auf dem Konto hat. Der, der hier in Australien gewinnt, hat 25 Punkte und ist dann der Gejagte."

Doch wer sich am Sonntag den Sieg holen wird, das wagt auch Vettel, der in Melbourne im Vorjahr beinahe gewonnen hätte, nicht zu prognostizieren: "Keiner weiß so richtig, wo man steht. Ob die Testzeiten wirklich aussagekräftig waren, wird sich spätestens hier zeigen", gibt der Deutsche zu Protokoll und ergänzt: "Wir sind gut vorbereitet und sollten vorne dabei sein, aber wie stark man ist, werden wir erst am Samstag sehen."

"Ferrari wird sehr stark sein. Wer in der Nähe von Ferrari ist, wird da vorne sein", vermutet Vettel. "Mercedes hat beim letzten Test mit einem Schwung neuer Teile einen sehr starken Eindruck gemacht. McLaren ist sehr schwierig einzuordnen, aber ich denke, dass die auch sehr stark sein werden - wenn noch nicht hier, dann spätestens in ein paar Rennen. Renault war immer vorne dabei, konstant, auch mit ein bisschen mehr Benzin gut unterwegs."

Er selbst ist froh, wenn es endlich losgeht mit dem Rennwochenende. Denn als amtierender Formel-1-Champion ist das Interesse an Vettel weiter gewachsen. Noch ist er von den vielen Fans aber alles andere als genervt: "Man merkt schon, dass ein bisschen mehr los ist, aber es ist ein schönes Gefühl, diese Unterstützung zu haben. Das gibt einem Kraft", bedankt sich der Red-Bull-Pilot für den Support und sagt: "Ich freue mich auf die neue Saison!"

Fotoquelle: Red Bull

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