Sebastian Vettel deckte am Ende des dritten Trainings erstmals seine Karten auf

Formel 1 2011

— 26.03.2011

Hosen runter - und Vettel ist eine Klasse für sich!

Sebastian Vettel deklassiert im Abschlusstraining Mark Webber und den Rest der Welt - McLaren und Witali Petrow auf den Verfolgerpositionen

Wow! Die Experten waren sich vor diesem Wochenende einig, dass Red Bull für den Saisonauftakt in der Favoritenrolle ist, aber so dominant, wie sich Sebastian Vettel im dritten Freien Training in Melbourne präsentiert hat, hätte ihn wohl kaum jemand erwartet. Der amtierende Weltmeister stellte nicht nur seinen Teamkollegen klar in den Schatten, sondern deklassierte auch den Rest der Welt.

Schon mit harten Pirelli-Reifen führte Vettel das Feld an, mit dem weichen Satz konnte er sich im Finish sogar noch auf 1:24.507 Minuten steigern. Der Deutsche bestätigte diese Zeit auch mit seiner zweiten fliegenden Runde und markierte Bestzeit in allen drei Sektoren. Besonders im letzten Streckenabschnitt nahm er Mark Webber gut eine halbe Sekunde ab, insgesamt sogar 0,857 Sekunden - beim Heimspiel des Australiers eine psychologische Ohrfeige.

Eine Sekunde Vorsprung auf McLaren

Denn in den letzten 15 Minuten des Abschlusstrainings vor dem Qualifying wurde erstmals in diesem Winter unter zumindest einigermaßen vergleichbaren Bedingungen getestet. Red Bull bewies dabei die Überlegenheit des RB7 auf eine Runde und brummte dem Rest der Welt eine volle Sekunde auf. Angeführt wurden die Verfolger erneut von McLaren - Lewis Hamilton war diesmal um 14 Tausendstelsekunden schneller als Vorjahressieger Jenson Button.

Fünfter wurde der Russe Witali Petrow (+1,399), der Nick Heidfeld (9./+2,239) im Renault-Stallduell erstaunlich sicher im Griff hatte. Zwischen den beiden schwarz-goldenen Boliden reihten sich Fernando Alonso (Ferrari/+1,614), Kamui Kobayashi (Sauber/+1,910) und Nico Rosberg (Mercedes/+2,013) ein. Michael Schumacher (Mercedes/+2,349) belegte Platz zehn, knapp vor den beiden soliden Toro-Rosso-Youngsters.

Nicht ganz so gut wie gestern lief es für Williams: Rookie Pastor Maldonado musste seiner Unerfahrenheit Tribut zollen, verschätzte sich beim Bremsen hinsichtlich des KERS-Einsatzes an der Hinterachse und rutschte in einer Rechtskurve ins Kiesbett, wo er stecken blieb. Routinier Rubens Barrichello kam ebenfalls nicht über Rang 16 hinaus, absolvierte aber wegen eines technischen Problems (Verdacht auf Ölleck) nur sieben Runden.

Force India nicht auf Top-10-Niveau

Bei Adrian Sutil (Force India) schaltete sich zwischendurch das KERS ab - und als 15. war der Deutsche erneut um ein paar Hundertstelsekunden hinter seinem Teamkollegen Paul di Resta. Probleme ganz anderer Art hatten Nick Heidfeld, bei dem sich ein Teil des Frontflügels ohne Fremdeinwirkung löste, und Felipe Massa, der die Onboard-Kamera verlor. Der Ferrari-Pilot blieb übrigens wieder um fast eine Sekunde hinter Alonso zurück.

Eher in den niedrigeren Regionen des Formel-1-Feldes landete diesmal Sergio Perez, das aber nicht ohne Grund: Der Sauber-Pilot konnte nur neun Runden absolvieren, bis er ausrollte und nur mit Glück noch an die Box zurückkam. Dadurch musste er auf die Zeitenjagd in den letzten 15 Minuten verzichten. Für die kleinen Teams Lotus und Marussia-Virgin zeichnet sich indes ein Kampf gegen die 107-Prozent-Barriere ab - zumindest dann, wenn Red Bull gleich in Q1 ernst macht.

Peinlich übrigens mal wieder die Vorstellung von HRT: Zwar gelang es der spanisch-deutschen Truppe irgendwie, Vitantonio Liuzzi "schon" nach gut einer Viertelstunde auf die Strecke zu schicken, doch der Italiener schaffte es nicht mal bis zur ersten Zwischenzeit. "Ich bin auf die Bremse gestiegen, dann schaltete plötzlich das Getriebe in den Leerlauf und der Motor ging aus", meldete er am Boxenfunk. Narain Karthikeyan (+17,047) absolvierte später immerhin noch fünf Runden.

Fotoquelle: xpb.cc

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