Fernando Alonso ist enttäuscht, sieht aber keinen Grund zur Panik

Formel 1 2011

— 26.03.2011

Ferrari langsamer als erhofft: Kein Drama

Für Ferrari war die Qualifikation zum Großen Preis von Australien kein Drama, dennoch ist man enttäuscht, nicht weiter vorn in der Startaufstellung zu stehen

Für das Ferrari-Team verlief die Qualifikation zum Großen Preis von Australien nicht ganz so gut wie erhofft. Fernando Alonso musste sich beiden Red Bull und McLaren-Mercedes geschlagen geben, belegte am Ende mit 1,445 Sekunden Rückstand Position fünf. Felipe Massa wirkte etwas neben der Spur, drehte sich nach der Ausfahrt aus der Boxengasse in der ersten Kurve und belegte am Ende mit 2,070 Sekunden Abstand auf die Bestzeit den achten Rang.

"Wir können klarerweise mit diesem Ergebnis nicht glücklich sein", so Alonso. "Aber wir dürfen daraus nicht gleich ein Drama machen. Wir haben definitiv nicht das Maximum aus dem Auto geholt, und die Gründe dafür müssen wir verstehen. Im Vergleich zu dem, was wir bei den Testfahrten gesehen haben, sind wir hier viel näher an Autos dran, von denen wir in Spanien weiter weg waren."

"Gestern waren wir gut unterwegs, und wir hatten für das Auto ein gutes Gefühl, während sich die Situation schon vom Morgen an änderte, ganz offensichtlich zum Schlechteren. Nun müssen wir einmal schauen, wie sich das Rennen entwickelt. Bei den Testfahrten und im gestrigen Freien Training war unsere Leistung auf einem Longrun gut, und wir waren definitiv näher dran an jenen, die heute weit weg zu sein schienen."

"Der fünfte Rang in der Startaufstellung ist nicht allzu schlecht, und das bedeutet, dass ich mich in einer Position befinde, in der ich im Rennen um eine Platzierung auf dem Podium kämpfen kann. Das Rennen ist noch weit offen. Man muss nur daran denken, was vergangenes Jahr passierte, als Kubica von der sechsten oder siebten Position startete und Zweiter wurde. McLaren scheint einen ordentlichen Schritt nach vorn gemacht zu haben, aber man darf auch Mercedes nicht abschreiben, welche beim letzten Test in Barcelona beeindruckt haben."

"Wir waren weniger konkurrenzfähig, als wir dies erwartet hatten", so Massa. "Diesbezüglich gibt es keinen Zweifel. Mit Sicherheit dachte ich nicht, dass ich um die Pole kämpfen würde, besonders wenn man sich die sehr schnelle Zeiten anschaut, die Vettel fuhr. Aber ich hatte gehofft, dass ich weiter vorne stehen würde."

"Wir hatten sowohl auf den harten als auch auf den weichen Reifen auf einem Asphalt Probleme, auf dem die Abnutzung der Reifen weniger stark war, als wir dies bei den Testfahrten im Winter gesehen haben. Dies stellte uns auf der ersten Runde weniger Haftung zur Verfügung, oder zumindest auf unserem Auto."

"Nun müssen wir uns so gut wie möglich auf das morgige Rennen vorbereiten, wenn die pure Geschwindigkeit nicht nur das einzige sein wird, das zählt. Auch die Zuverlässigkeit und das Teamwork werden besonders wichtig sein."

"Mein Dreher im dritten Qualifying-Durchgang? Als ich aus der Boxengasse kam, beschleunigte ich, und die Reifen waren wohl noch etwas zu kalt. Der Satz wurde nicht für das Rennen beschädigt, aber das hat definitiv auf meiner einzigen fliegenden Runde keine Hilfe."

"Wir können definitiv nicht damit zufrieden sein, wie die Dinge im ersten Qualifying der Saison für uns gelaufen sind", so Teamchef Stefano Domenicali. "Das braucht man gar nicht leugnen. Es gibt aber keinen Grund, sich deswegen sofort zu echauffieren. Wir müssen nun herausfinden, weshalb wir nicht dazu in der Lage waren, das gesamte Potenzial aus dem Auto herauszuholen, was die reine Leistung anbelangt."

"Wir haben beim Testen im Winter und auch bei den Freien Trainings am Freitag gesehen, dass unser Renntrimm nicht so schlecht ist. Wir werden versuchen, am Sonntag das Beste aus dem Rennen zu machen. In diesem Jahr kommt der Strategie eine Schlüsselrolle zu - mehr noch als in der jüngeren Vergangenheit. Priorität hat aber nach wie vor die Zuverlässigkeit."

"Zum Ende der ersten Qualifikation des Jahres waren wir nicht auf Tempo", so Pat Fry, Technischer Direktor. "Das müssen wir uns ankreiden. Wir wussten, dass Red Bull schnell sein würde. Sie waren aber deutlich besser, als wir das erwartet hatten. Auch McLaren war schneller als wir. Wir mussten schon in Q1 einen ersten Reifensatz der weichen Mischung verwenden, um sicherzustellen, dass wir in die nächste Runde gelangen würden. Den Preis dafür bezahlten wir in der dritten Teilsession, denn dort hatten wir schließlich nur noch einen weichen Reifensatz zur Verfügung."

"Wir müssen nun eine genaue Datenanalyse durchführen, um zu erkennen, wie genau es zu dieser Situation kommen konnte. Das Rennen haben wir allerdings erst noch vor uns - und dort werden die Punkte vergeben."

"Die Zuverlässigkeit ist noch immer der wichtigste Faktor. Daran haben wir im Winter sehr viel gearbeitet. Hoffentlich können wir nun die Früchte unserer diesbezüglichen Bemühungen ernten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr stehen wir nun vor einem Rennen, in dem eine andere strategische Herangehensweise gefragt ist. Da könnte es durchaus Überraschungen geben.

Fotoquelle: xpb.cc

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