Nico Rosbergs erster Grand-Prix-Sieg scheint derzeit nicht in Griffweite zu sein

Formel 1 2011

— 28.03.2011

Keine Verzweiflungs-Updates bei Mercedes

Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt plant Mercedes schnelle Updates, man will aber aus den Fehlern des vergangenen Jahres gelernt haben

Nach dem ernüchternden Saisonauftakt in Melbourne, wo Mercedes gestern einen Doppelausfall verzeichnete, schrillen in Brackley, Brixworth und Stuttgart die ersten Alarmglocken. Zwar kann die Welt in zwei Wochen in Sepang schon wieder ganz anders aussehen, doch dass der MGP W02 nicht so konkurrenzfähig ist wie erhofft, liegt auf der Hand.

"Ich war noch am Freitag total optimistisch. Seltsam", seufzte Nico Rosberg schon am Samstag, als er in Q3 eine Klatsche von zwei Sekunden kassiert hatte. "Als ich abends ins Hotel ging, hatte ich noch ein großes Lächeln im Gesicht. Ich dachte, da geht was, da ging aber nichts." Man habe das Wochenende aufgrund einiger Probleme nicht optimal hinbekommen, aber Mercedes steht trotzdem vor einem Rätsel: "Es ist nicht klar, weshalb wir so langsam sind", räumt Rosberg ein.

Teamkollege Michael Schumacher ist davon überzeugt, dass es für ihn unter normalen Umständen "sicherlich für die Top 10" gereicht hätte, aber auch der siebenfache Weltmeister macht keinen Hehl daraus, dass "unser Anspruch sicher ein etwas anderer" ist: "Das Tempo von Ferrari ist ungefähr, wo wir uns erwartet hatten - vielleicht auch etwas davor. Wir sind aber um eine halbe Sekunde langsamer", analysiert er.

Bei den letzten Wintertests in Barcelona hatte der Routinier noch die absolute Bestzeit erzielt. Am ehesten vergleichen konnte man diese mit Sergio Perez, denn neben Mercedes war Sauber eines der wenigen Teams, das schon vor Melbourne einmal mit wenig Benzin im Qualifying-Trimm übte. Dem jungen Mexikaner nahm Schumacher eine halbe Sekunde ab. Doch Sauber ist eigentlich nicht der Referenzwert, an dem sich Mercedes messen möchte.

Nun ist Krisenmanagement angesagt, denn selbst im Falle einer Steigerung in Sepang - auf einem Kurs, der Mercedes laut Rosberg deutlich besser liegen müsste als der Albert-Park-Circuit - ist momentan nicht absehbar, wie die Silberpfeile in der ersten Saisonhälfte Grands Prix gewinnen sollen. Also blickt man schon nach vorne: "Es wird Upgrades für Istanbul und Barcelona geben", kündigt Teamchef Ross Brawn an.

Allerdings sollen nicht die gleichen Fehler wie 2010 begangen werden: "Wir wollen den Fokus darauf legen, das zu optimieren, was wir schon verwenden", sagt Brawn. "Im Vorjahr haben wir eine Lektion gelernt, als wir am Saisonende nicht mehr viel geändert haben, aber trotzdem konkurrenzfähiger geworden sind, weil wir ein besseres Verständnis für das Auto hatten. Darauf konzentrieren wir uns auch für die nächsten Rennen."

Fotoquelle: xpb.cc

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