Fernando Alonso und Lewis Hamilton sehen sich immer noch als Erzrivalen

Formel 1 2011

— 29.03.2011

Hamilton: Alonso, nicht Vettel mein Erzrivale

Sind Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Sebastian Vettel die legitimen Nachfolger von Ayrton Senna, Alain Prost und Nigel Mansell?

Als Zweiter von Melbourne erwischte Lewis Hamilton einen Saisonauftakt, mit dem McLaren vor ein paar Wochen noch nicht gerechnet hätte. Doch die unumstrittene Nummer eins des ersten Rennens war Weltmeister Sebastian Vettel im offenbar überlegenen Red Bull. Trotzdem sieht Hamilton den Deutschen nicht als seinen Erzrivalen an.

"Ich werde immer Fernando für meinen Erzrivalen und härtesten Gegner halten", sagt der Weltmeister von 2008 im 'Guardian' über Fernando Alonso. "Alleine schon wegen meiner Geschichte, als ich begonnen habe. Ich sehe ihn als meinen Prost, wenn wir Prost und Senna wären. Wenn man mir sagt, ich soll mir einen Fahrer aussuchen, dann würde ich immer Ayrton wählen - und ihm würde ich die Rolle von Prost geben."

Hintergrund: In Hamiltons Premierensaison 2007 fuhren die beiden gemeinsam für McLaren. Nach 17 Rennen hatten beide 109 Punkte auf dem Konto - um einen weniger als Weltmeister Kimi Räikkönen. Während der Saison hatte es zwischen den Teamkollegen mehrere Auseinandersetzungen gegeben, die von den Medien zu einem "Krieg der Sterne" hochstilisiert wurden. Richtig grün sind sich Hamilton und Alonso auch heute noch nicht.

Übrigens gibt es durchaus Parallelen zwischen Prost/Senna und Alonso/Hamilton. Genau wie heute Hamilton galt damals auch Senna als der jüngere, wildere und dynamischere der beiden McLaren-Stars, und genau wie einst Senna kann Hamilton mit einem losen Heck besser leben, während Prost/Alonso auch mit Untersteuern leben können (konnten). Und: Prost galt wegen seiner intelligenten Renneinteilung als "Professor" - ähnlich wie Alonso heute.

Aber: Siehst du nach Melbourne nicht Vettel als deinen Erzrivalen an, Lewis? "Glaube ich nicht", entgegnet er. "Wenn er weiterhin so ein Auto hat wie jetzt, dann vielleicht, aber ich glaube, wenn wir gleiches Material haben, dann werden wir heißes Racing erleben. Vielleicht ist er der neue Mansell?" Im Nachsatz kann es sich Hamilton nicht verkneifen, gegen den Red-Bull-Piloten zu sticheln: "Nicht dass ich ihn so einschätzen würde wie Mansell..."

Zunächst einmal freut er sich jedoch über die neue Konkurrenzfähigkeit seines McLaren: "Endlich habe ich ein Auto, mit dem ich kämpfen kann, mit dem ich es mit den Red Bulls aufnehmen kann", strahlt Hamilton und blickt voraus: "Malaysia ist eine High-Downforce-Strecke, also wird Red Bull dort wieder schnell sein - wenn nicht sogar noch schneller. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass auch wir konkurrenzfähig sein können."

Fotoquelle: xpb.cc

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