Nico Rosberg hofft auf eine schnelle Steigerung mit seinem Mercedes

Formel 1 2011

— 30.03.2011

Rosberg: "Wir sind Kämpfer!"

Mercedes-Pilot Nico Rosberg erlebte beim Saisonauftakt in Melbourne zwar eine herbe Enttäuschung, aber er gibt längst noch nicht auf: "Man darf uns nicht abschreiben"

Für Mercedes wurde der erste Grand Prix des Jahres eine große Enttäuschung. Der neue MGP W02 zeigte im Albert Park nicht einmal ansatzweise den Speed vom Barcelona-Test zuvor. In den Trainings und im Qualifying konnten Nico Rosberg und Michael Schumacher keine Topzeiten markieren, im Rennen schieden beide Mercedes-Stars vorzeitig aus.

"Der Williams rammte seitlich in meinen Kühler, daher der Wasserverlust und der Rauch", beschreibt Rosberg seine Kollision mit Rubens Barrichello in der 'Sport Bild'. "Ich stellte mein Auto umgehend ab, um nicht größeren Folgeschaden anzurichten." Nicht nur der Pilot war nach dem Crash sauer, sondern auch die Teammitglieder an der Box.

"Wir sind mit 400 Mitarbeitern im Vergleich zu Red Bull und Ferrari mit fast 700 ja ein sehr kleines Team", erklärt Rosberg. "Da muss man schon mal die Faust in der Tasche zusammenballen. Aber ich will dem Rubens da gar nichts unterstellen." Der Brasilianer, der ebenfalls überraschend nur im grauen Mittelfeld kämpfte, war sehr optimistisch in den Zweikampf gegangen.

Im britischen Werk der deutschen Silberpfeile in Brackley werden die Erkenntnisse aus Australien derzeit ausgewertet. Schon in Malaysia will man sich wieder von einer besseren Seite zeigen. "Melbourne hat eine sehr spezielle Streckencharakteristik. Der Kurs ist nicht vergleichbar mit den anderen", sagt Rosberg und versucht somit eine Erklärung zu liefern.

Erst nach den kommenden Grands Prix auf den permanenten Strecken in Sepang und Schanghai lasse sich das Kräfteverhältnis genauer einschätzen. Dennoch: Mercedes will sich nicht darauf verlassen, auf den anstehenden Kursen besser zurecht zu kommen - Arbeit ist gefragt.

"Wenn es hart wird, werden wir nur noch stärker und fleißiger arbeiten", so Rosberg, "und ich bin der Erste, der sein Team mit voller Kraft unterstützt und motiviert. Ich lasse nichts auf meine Jungs kommen." Sein Team habe seit Weihnachten rund um die Uhr am neuen Auto gearbeitet und werde auch jetzt wieder Extra-Schichten einlegen.

"Festzuhalten ist, dass die Lücke nach oben groß ist, Sebastian und Red Bull sind weit vor allen", sagt der gebürtige Wiesbadener. "Im Verfolgerfeld wollen wir eine ernste Rolle spielen und uns als viertplatziertes Team des letzten Jahres steigern." Nach den Träumen von Podestplätzen und Siegen bei den Wintertests ist man offenbar wieder bescheidener.

"Red Bull hat einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Ich hoffe aber, dass wir in den nächsten Rennen den Abstand nach oben deutlich verkürzen können. Man darf uns nicht abschreiben", appelliert der jüngere der beiden Mercedes-Stars. Die Kampfansage von Rosberg: "Vettel ist weit vorne, aber wir sind Kämpfer!"

Fotoquelle: xpb.cc

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