Die Reifen sind dieses Jahr durch farblich unterschiedliche Logos markiert

Formel 1 2011

— 31.03.2011

Reifenmarkierungen: Denkt Pirelli um?

Die farblich unterschiedlichen Pirelli-Logos sind schwierig zu unterscheiden, sodass Sportchef Paul Hembery über eine Änderung nachdenkt

Silber, Weiß, Gelb und Rot: Das sind nicht etwa die Farbschemata von Mercedes, Sauber, Jordan und Ferrari, sondern vielmehr die Kennzeichnungen der neuen Trockenreifen von Pirelli. Auf den Regenreifen befinden sich hellblaue und orange Pirelli-Logos. Das bedeutet, dass die TV-Zuschauer sechs Farben auswendig lernen müssen, wenn sie die Reifenmischungen voneinander unterscheiden wollen.

Der bisherigen Reifenlieferant Bridgestone kennzeichnete die jeweils weichere Mischung an einem Rennwochenende (unabhängig von ihrer absoluten Position im Spektrum für die gesamte Saison) mit einer grün eingefärbten Flanke. Davor wurde ein weißer Streifen in einer Laufflächen-Rille als Markierung verwendet. Letztgenannte Option funktionierte am besten. Pirelli scheint mit den sechs Farben für sechs verschiedene Reifentypen hingegen eine Fehlentscheidung getroffen zu haben.

Gleich 31,29 Prozent der deutschsprachigen Formel-1-Zuschauer konnten die Reifenmischungen in Melbourne im Fernsehen "gar nicht" auseinanderhalten und finden, dass die Pirelli-Markierungen "die reinste Katastrophe" sind. "Geht so", urteilen 28,60 Prozent, während 18,80 Prozent die Reifen "meistens gut, nur manchmal nicht" erkannten. 11,08 Prozent konnten "vielleicht mit HD-TV, wenn man ganz genau hinsieht" eine Unterscheidung treffen.

Nur 10,23 Prozent (also jeder zehnte TV-Zuschauer) sind der Meinung, dass sie die verschiedenen Pneuspezifikationen "ganz hervorragend" erkennen konnten und "kein Problem" damit haben. Am kritischsten ist die Differenzierung zwischen silbernen (Hard) und weißen (Medium) Pirellis. Die beiden Mischungen sollten im Regelfall ohnehin nicht am gleichen Rennwochenende eingesetzt werden, doch Pirelli hat sich Ausnahmen von der Regel vorbehalten.

Daher denkt Sportchef Paul Hembery nun darüber nach, ob man die Markierungsproblematik nicht anders lösen könnte: "Wir schauen uns das gerade an, vor allem bei Silber und Weiß", sagt er und findet, dass die aktuelle Variante in Melbourne funktioniert hat: "Gelb war doch klar zu erkennen, auch im Fernsehen. Aber stimmt, Silber wird durch das Schwarz der Reifen etwas verschleiert." Nachsatz: "Wenn das mein größtes Problem ist, dann bin ich glücklich."

Hintergrund: Bei Bridgestone waren sowohl die grünen Flanken als auch die weißen Linien in den damals noch üblichen Rillen auf den Laufflächen durchgängige Lösungen. Dadurch waren sie auch klar erkennbar, wenn sich die Reifen bei voller Geschwindigkeit bewegten. Bei Pirelli jedoch ist die Farbmarkierung der Logos durch das Schwarz der Reifen unterbrochen. Das führt bei voller Geschwindigkeit zu einem verwaschenden Effekt.

Fotoquelle: xpb.cc

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