Der Umbau in Abu Dhabi wird unter anderem die Schikane zum Opfer fallen

Formel 1 2011

— 31.03.2011

Abu Dhabi: Hilfe für Bahrain und Umbau der Strecke

Streckenchef Richard Cregan bietet Hilfe für Bahrain an - Yas-Marina-Circuit wird offenbar umgebaut und könnte künftig überholfreundlicher werden

In genau 31 Tagen muss der Motorsportverband von Bahrain der FIA mitteilen, ob der am Saisonbeginn abgesagte Grand Prix zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison nachgeholt werden kann. Allerdings rechnet im Moment kaum jemand mit einem Nachholtermin, denn die politischen Unruhen in der und rund um die Hauptstadt Manama haben sich noch nicht beruhigt.

Nur für den Fall bietet das Emirat Abu Dhabi aber seine Hilfe an: "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um Bahrain zu unterstützen", unterstreicht Yas-Marina-Circuit-Chef Richard Cregan. "FIA und FOM werden letzten Endes entscheiden und wir werden ihre Entscheidung glücklich annehmen." Denn im Raum steht laut 'Autosport' das Angebot aus Abu Dhabi, dass man auf den geplanten Termin am 13. November verzichten könnte, um für Bahrain Platz zu machen.

Bahrain würde dann am Abu-Dhabi-Termin stattfinden, Abu Dhabi am ersten oder zweiten Dezember-Wochenende, also erst nach dem derzeit als Saisonfinale geplanten Grand Prix von Brasilien (27. November). Denkbar wäre aber auch, Abu Dhabi und Bahrain am 13. und 20. November als Back-to-Back-Rennen auszutragen und Brasilien um eine Woche auf den 4. Dezember zu verschieben. Das würde den Teams immense Logistikkosten ersparen.

Viel wahrscheinlicher ist aber, dass der Yas-Marina-Circuit umgebaut wird. Nach dem Saisonfinale 2010 hagelte es Kritik, weil WM-Anwärter Fernando Alonso im Ferrari trotz des schnelleren Autos nicht an Renault-Pilot Witali Petrow vorbeikam. Nicht einmal die lange Gerade mit der Schikane am Ende entpuppte sich als geeignete Überholstelle, sodass FOTA-Chef Martin Whitmarsh Anfang März erstmals Kritik an der teuersten Rennstrecke der Welt übte.

Nun reagiert man in Abu Dhabi: "Wir überlegen uns ständig, wie wir die Sicherheit und die Show verbessern können", sagt Cregan gegenüber 'Autosport' und kündigt an: "Es gibt Pläne, die wir vor dem Grand Prix umsetzen werden. Wir dachten uns: Wenn wir die Strecke schon umbauen, um sie für die Motorräder anzupassen, dann können wir uns doch auch gleich überlegen, wie wir die Show für die Autos verbessern könnten."

Denn der Yas-Marina-Circuit bemüht sich um ein MotoGP-Event, von dem indirekt auch die Formel 1 profitieren könnte. Demnach soll in den nächsten Wochen nicht nur die umstrittene Schikane am Ende der langen Gegengerade modifiziert werden, sondern auch die Einfahrt in die Gegengerade. Außerdem muss der Komplex zwischen den Kurven elf und 14 für die MotoGP aus Sicherheitsgründen einem Facelifting unterzogen werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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