Jean Todt will nun doch keinen speziellen Kommissar für die Formel 1 einsetzen

Formel 1 2011

— 02.04.2011

Todt: Formel-1-Beauftragter doch nicht notwendig

Nach seiner Wahl wollte FIA-Präsident Jean Todt eigentlich die Stelle eines Formel-1-Beauftragten einrichten, doch seine Erfahrung hat gezeigt, dass das unnötig wäre

Als Jean Todt im Herbst 2009 zum FIA-Präsidenten gewählt wurde, stellte er die Schaffung der Stelle eines festen Formel-1-Beauftragten in Aussicht. Dieser sollte die FIA bei den Grands Prix repräsentieren und sich im täglichen Geschäft um die Formel 1 kümmern. Im Gespräch für diesen Job war damals Alan Donnelly, Jean Alesi zeigte Interesse, die Medien spekulierten auch, dass Gerhard Berger diese Rolle übernehmen könnte.

Doch nun rückt Todt von diesen Plänen ab. Ein solcher Formel-1-Kommissar sei nicht notwendig, hat er festgestellt. Als er Präsident wurde, habe er ein "oberflächliches Wissen" über die FIA und ihre Arbeitsweise gehabt, sagt Todt dem britischen Journalisten James Allen. Aufgrund dieses Wissens seien Vorschläge gemacht worden.

"Ich dachte, dass es eine gute Idee wäre, einen Kommissar für jede FIA-Meisterschaft zu haben", so Todt. "Aber wir haben eine Analyse aller Kommissionen gemacht - und wozu braucht man einen Formel-1-Beauftragten, wenn jede Kommission einen starken Präsidenten hat?"

Ohne einen solchen Beauftragten spielt Todt weiter die Schlüsselrolle bei allen Gesprächen und Entscheidungen über die Formel 1. Autokratische, also alleinige Entscheidungen, werde er aber niemals treffen, so Todt: "Das kann ich gar nicht. Wir haben eine Formel-1-Kommission." Als Beispiel nennt er den neuen Reifenvertrag für die Formel 1: Pirelli bekam den Zuschlag, der FIA-Präsident selbst hätte aber Michelin bevorzugt.

In den kommenden Verhandlungen über ein neues Concorde-Agreement werde er aber mit aller Macht auf der Seite der FIA kämpfen. Denn es sei seine Aufgabe, die Gegenwart und Zukunft der Formel-1-Weltmeisterschaft zu sichern.

Fotoquelle: xpb.cc

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