Witali Petrow im neuen Renault R31: Dieses Auto fuhr auf Anhieb aufs Podium

Formel 1 2011

— 02.04.2011

Allison: Wer überdenkt sein Auspuffkonzept?

Einen neuen Weg einschlagen oder dem eigenen treu bleiben? Renault-Technikchef James Allison spricht über das Wettrüsten im Auspuffbereich

Schon bei den Testfahrten vor Saisonbeginn deutete sich an, was in diesem Jahr ein Trend für die Entwicklung darstellen könnte: Renault präsentierte eine Auspuffanlage, welche die heißen Gase auf der Höhe der Seitenkästen ausströmen lässt. Prompt zogen einige Rennställe nach und brachten ihre eigene Lösung an den Start. Dieses Wettrüsten könnte sich im Saisonverlauf noch fortsetzen.

Dies vermutet zumindest James Allison, Technischer Direktor beim Renault-Rennstall. Laut dem Briten besteht nämlich die Chance, dass der Auspuff das wichtigste Technikthema des Jahres werden könne: "Die Teams werden ziemlich damit herumspielen. Ich habe aber Zweifel daran, dass die Rennställe ihr Konzept vollkommen überdenken und eine ganz andere Lösung verbauen."

"Es besteht allerdings durchaus die Möglichkeit, im Jahresverlauf viele unterschiedliche Ansätze zu sehen, denn die Teams werden sicher mit der Position und der Ausrichtung des Auspuffs experimentieren", meint Allison und merkt an: "Wir werden es bestimmt so machen. Es wäre aber sehr schwierig, die Richtung komplett zu ändern." Ein neues Konzept lasse sich nur schwer integrieren.

Allison erklärt: "Nehmen wir einmal an, unser Auspuffsystem wäre die optimale Lösung, dann wäre es während der Saison unglaublich knifflig, ein Pendant zu entwickeln. Man müsste nämlich zu viel am bestehenden Fahrzeug verändern. In meinen Augen wäre es in einem solchen Fall besser, beim eigenen Design zu bleiben und das vorhandene Paket zu verbessern", sagt der Technikchef.

"Generell kann man sagen: Fast immer ist es besser, seine eigenen Ideen zu verfolgen als etwas von Null auf neu zu bauen", hält Allison fest. "Es braucht zu viel Zeit, die man sonst dafür aufwenden könnte, fünf, sechs einfachere Dinge anzugehen. Solche größeren Themen musst du im Windkanal analysieren. Und jedes Mal, wenn du das tust, verlierst du die Möglichkeit, etwas Anderes zu testen."

Wie der britische Renault-Angestellte gegenüber 'Autosport' zu Protokoll gibt, biete sich den Teams durch den verstärkten Einsatz von CFD aber etwas mehr Spielraum auf technischer Seite. "Immer mehr Konzepte werden erst einmal mit CFD erprobt", meint Allison. "In der Vergangenheit spielte man halt immer an der Autogeometrie herum und fand auf diese Weise heraus, was gut oder schlecht war."

"CFD wird nun immer wichtiger für die Teams. Du kannst einfach die Erfolgsrate bei deinen Ideen verbessern. War früher bei 20 Ansätzen eine richtig gute Idee dabei, sind es jetzt schon drei aus 20", erläutert der Technische Direktor. "Das trägt dazu bei, dass man schneller Leistung findet, was wiederum dazu führt, dass man auch schneller Updates für den Streckeneinsatz produzieren muss."

Fotoquelle: Renault

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.