Fernando Alonso weiß nur zu gut, dass das WM-Rennen noch lange nicht verloren ist

Formel 1 2011

— 09.04.2011

Ferrari ernüchtert: Nur die dritte Kraft

Auch in Malaysia bestätigt sich bisher, dass nicht nur Red Bull sondern auch McLaren-Mercedes den Italienern derzeit überlegen ist

Für das Ferrari-Team hat das zweite Qualifying der Saison bisher nicht die erhoffte Wende gebracht. Im Gegenteil, McLaren-Mercedes hat deutlich mehr auf Red Bull aufgeholt. Und so musste sich Fernando Alonso am Ende mit 0,932 Sekunden Rückstand auf Sebastian Vettel und Position fünf zufrieden geben. Teamkollege Felipe Massa reihte sich mit 1,381 Sekunden Rückstand auf dem siebten Rang ein.

"Wir waren in Australien nicht schnell genug, und das waren wir auch in Malaysia nicht", so Alonso. "Zumindest waren wir nicht schnell genug, um um die Pole-Position zu kämpfen. Auf Basis dessen, was wir während diesen zwei Rennen gesehen haben, gibt es zwei Teams, welche während des Winters besser gearbeitet haben als wir."

"Und klarerweise müssen wir in Bezug auf die Leistung Fortschritte erzielen, diesbezüglich gibt es keine Geheimnisse. Wir müssen einen ordentlichen Schritt nach vorne machen, wir müssen bei unserer Entwicklung aggressiv sein, um verlorenen Boden gutzumachen."

"Gleichzeitig müssen wir ruhig bleiben und konzentriert, gleichzeitig so viele Punkte wie möglich ins Ziel bringen, jede Chance nutzen, die sich uns bietet. Die Meisterschaft ist sehr lang, und im vergangenen Jahr haben wir gesehen, wie sich die Situation von einem bis zum nächsten Rennen kontinuierlich verändern kann."

"Ich habe aus diesem Grund das Gefühl, dass dieser fünfte Platz ein positives Ergebnis ist, denn morgen kann so viel passieren, besonders dann, wenn es regnet. Über Nacht und heute Morgen im 3. Freien Training haben wir das Setup des Autos verbessert, und es fühlte sich komfortabler an als gestern. Ich werde von der sauberen Seite der Strecke starten, was niemals eine schlechte Sache ist."

"Es ist schwierig, Vorhersagen für das Rennen zu treffen. Gestern haben wir eine sehr hohe Abnutzung bei den Reifen gesehen, wir können aus diesem Grund drei oder vier Stopps erwarten. Am Sonntag war unsere Geschwindigkeit in Melbourne nahe an jener von McLaren, und ich war in der Lage, mit Webber zu kämpfen."

"Dies war definitiv kein einfaches Qualifying", so Massa. "Vor allem, wenn man sich anschaut, welche Zeiten die Top 4 in der Lage zu fahren war. Wir haben mit den anderen gekämpft, aber wenn wir uns mit den Besten vergleichen, werden wir morgen ein defensives Rennen fahren."

"Was die Strategie betrifft, so können wir im Trockenen drei oder vier Stopps erwarten. Wenn es wirklich regnet, dann kann alles passieren, und wir müssen für jede Eventualität gerüstet sein."

"Heute war das beste Ergebnis, auf das wir hoffen konnten, der fünfte Platz. Ich war nicht in der Lage, diesen zu erreichen, besonders aufgrund der Tatsache, dass ich keine perfekte Runde hatte. Aber zumindest werde ich von der sauberen Seite der Strecke starten."

"Wir wissen, dass es uns an aerodynamischem Abtrieb mangelt. Wir arbeiten daran, aber erst wenn wir ein paar Fortschritte erzielt haben, werden wir in der Lage sein, um Top-Platzierungen zu kämpfen."

"Wir wissen, dass wir im Moment nicht dazu in der Lage sind, um die Pole-Position zu kämpfen - zwei Teams sind schneller als wir", so Teamchef Stefano Domenicali. "Unser Ziel war daher, in der Startaufstellung direkt hinter ihnen zu stehen, was uns gelungen ist. Natürlich können wir nicht damit zufrieden sein, eine Sekunde Rückstand zu haben, aber im Moment müssen wir defensiv agieren, wenn ich eine Fußball-Metapher verwenden darf."

"Die Wettervorhersage für morgen ist wechselhaft, was die Dinge durchmischen könnte. Außerdem ist es ein sehr hartes Rennen für Autos und auch Fahrer. Wenn wir in Sachen Strategie, Zuverlässigkeit, Team und Fahrer das Beste herausholen, dann ist ein gutes Ergebnis möglich.

"Wir stehen, wo wir im Moment hingehören", analysiert Pat Fry, Technischer Direktor. "Zwei Teams sind konkurrenzfähiger als wir. Im Qualifying haben wir gut gearbeitet und so unser Potenzial entfaltet. Wir sind noch weit von der Spitze entfernt, eine Sekunde, und wir wissen, dass wir uns enorm steigern müssen, wenn wir da hin wollen, wo die Scuderia sein müsste."

"Wir haben uns entschieden, gleich in Q1 einen weichen Reifensatz zu verwenden, denn die Unterschiede zwischen den beiden Reifentypen sind viel größer als im Vorjahr und es ist zu gefährlich, da irgendwelche Risiken einzugehen. Das war natürlich in Q3 ein Nachteil, als beide Fahrer mit dem letzten weichen Reifensatz nur noch einen gezeiteten Run hatten."

"Aber im Moment ist das für uns die beste Strategie. Morgen könnte es regnen und uns ist klar, dass das in Sepang genauso gut ein Gewitter bedeuten kann. Wir müssen sehr überlegt agieren, um zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen."

Fotoquelle: xpb.cc

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