Ferrari-Problem: Wer im Qualifying zu langsam ist, hängt im Rennen fest

Formel 1 2011

— 12.04.2011

Montezemolo: "Habe vollstes Vertrauen in das Team"

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ist mit dem Saisonstart seiner Mannschaft unzufrieden, dennoch bleibt er gelassen: "Alle geben Vollgas"

Nach dem Saisonfinale 2010 folgten für Luca di Montezemolo nach eigener Aussage viele "unruhige Nächte". Der Ferrari-Präsident konnte die Niederlage im Titelkampf schlecht verdauen. Nach einigen Wochen meldete sich der Italiener aber kampfeslustig zurück. Man wolle 2011 zurückschlagen, sagte der Ferrari-Boss. Grundlage dafür sollte sein, dass man sofort zu Saisonbeginn vorne sei, und sich so die Aufholjagd erspare.

Genau dieser Plan ist gescheitert. Nach zwei Rennen der neuen Formel-1-Saison liegen Fernando Alonso und Felipe Massa auf den Plätzen fünf und sechs. Es reichte bislang nicht einmal zu einem Podestplatz. "Ich bin mit dem Saisonstart definitiv nicht zufrieden", erklärt Montezemolo überraschend gefasst. "Ich habe vollstes Vertrauen ins Team. Unsere Leute wissen, wie man reagieren muss, wenn die Situation hart ist."

Vom Ferrari-Präsidenten ist man anderes gewöhnt. In der Vergangenheit schäumte der Italiener in solchen Situationen oft, haute bei der Wochenend-Analyse in Maranello mehrfach gewaltig auf den Tisch. Doch Wutausbrüche kann sich Montezemolo derzeit - zumindest öffentlich - nicht leisten. Immerhin steht eine große politische Karriere sonst möglicherweise auf dem Spiel.

"Ich bin sicher, dass es von uns eine tolle Antwort geben wird", wählt Montezemolo vorsichtige Worte. "Alle geben Vollgas und ich weiß genau um die technischen Stärken unserer Mannschaft. Diese Phase, in der wir maximal auf das Erreichen des Podiums hoffen dürfen, ist bestimmt schon bald wieder vorüber." In Maranello läuft die Entwicklung auf Hochtouren, doch in Schanghai gibt es nur minimale Neuerungen am Ferrari 150 Italia.

"Ich hoffe, dass wir im Qualifying zulegen können. Im Rennen sind wir gut unterwegs", analysiert der Ferrari-Boss. "Ferrari kann das Ruder aber nicht innerhalb einer Woche herumreißen. Alle arbeiten hart. Im Rennen waren wir schon auf dem Niveau der Besten unterwegs. Ohne Zwischenfälle hätten wir auf das Podest fahren können. Alonso hat mir gesagt, er wäre mit der Rennperformance zufrieden, aber es gäbe auch noch viel Arbeit."

Fotoquelle: Ferrari

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