Teamchef Stefano Domenicali ist mit seinen beiden Fahrern sehr zufrieden

Formel 1 2011

— 12.04.2011

Domenicali: "Die Aerodynamik ist der Schlüssel"

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali weiß, dass sich seine Mannschaft vor allem in der Qualifikation verbessern muss

Nach einem eher verhaltenen Saisonauftakt steht Ferrari bereits vor dem dritten Rennen des Jahres in China mächtig unter Druck. Red Bull konnte in Melbourne und Sepang bereits doppelt so viele WM-Punkte sammeln wie Ferrari, das es bislang weder mit Fernando Alonso noch Felipe Massa aufs Siegertreppchen geschafft hat. "Es ist entscheidend, dass wir umgehend reagieren", sagt Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

"Das Hauptproblem, das wir lösen müssen, ist unsere Leistung am Tag vor dem Rennen im Qualifying. Da sind wir nicht auf dem selben Niveau wie die derzeit besten Teams", erklärt der Italiener, der seine Mannschaft in den Rennen wesentlich besser gesehen hat. "Hinsichtlich der Strategie können wir sagen, dass unser Rennen in Sepang ein gutes gewesen ist. Unsere Entscheidungen waren die richtigen und die Tatsache, dass wir nicht mehr Punkte geholt haben, lag an anderen Umständen."

Domenicali spielt auf die 20-Sekunden-Zeitstrafe an, die Alonso im Anschluss an das Rennen in Malaysia wegen gefährlichen Überholens aufgebrummt wurde. Mit der Leistung seiner Fahrer ist der Teamchef offensichtlich zufrieden. "Felipe fuhr auf sehr hohem Niveau, ist wieder in Form, und Fernando war sehr aggressiv, was für einen Fahrer immer gut ist."

Spätestens wenn die Scuderia nach dem Rennwochenende in China in seine Heimat zurückgekehrt ist, beginnt bei Ferrari die Arbeit. "In der Fabrik müssen wir einen großen Schritt unternehmen, um unsere mangelhafte Performance zu verstehen. Wir müssen stark pushen, um unser Aerodynamikpaket zu erneuern, denn die Aerodynamik ist der Schlüssel zu allem. Wir müssen versuchen, die Upgrades so schnell wie möglich zu liefern, vielleicht sogar schon in China", meint Domenicali.

Offenbar entsprechen die Daten aus dem Windkanal nicht denen, die das Team auf der Rennstrecke gesammelt hat. "Wenn wir kein eindeutiges Bild erhalten, müssen wir die Stoßrichtung unserer Arbeit ändern, die wir in Sachen Weiterentwicklung betreiben", meint der Teamchef. "Ein anderer wichtiger Faktor ist, dass wir unser Verständnis dafür verbessern müssen, wie die Reifen funktionieren." Dass dies entscheidend sein kann, habe man in Malaysia gesehen.

59 Reifenwechsel wurden am vergangenen Sonntag gezählt. "Der Trend zu mehr Reifenwechseln bedeutet, dass unsere Boxenmannschaft immer unter Druck steht. Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers ist größer. Wenn es in der Formel 1 immer darum gegangen ist, ein Paket aus Fahrern und dem Team zu schnüren, dann ist das jetzt noch mehr der Fall, wo man einen anderen Ansatz hinsichtlich der Rennen verfolgt", sagt Domenicali.

Fotoquelle: Ferrari

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