Gute Stimmung bei der Pressekonferenz am Donnerstag in Schanghai

Formel 1 2011

— 14.04.2011

Die China-Pressekonferenz im Wortlaut

Sebastian Vettel, Michael Schumacher, Lewis Hamilton, Rubens Barrichello und Vitantonio Liuzzi standen am Donnerstag in Schanghai Rede und Antwort

Frage: "Vitantonio, ihr hattet einen schwierigen Saisonstart. Wie hast du es empfunden?"
Vitantonio Liuzzi: "Schwierig ist das richtige Wort, sehr schwierig war es sogar. Das war uns aber von Anfang an klar. Das Team hat spt mit dem Bau des diesjhrigen Autos begonnen, daher waren Schwierigkeiten vorprogrammiert. Wir kamen mit einem Auto nach Australien, das noch nicht einen einzigen Kilometer auf dem Tacho hatte."

"Wenn man bedenkt, dass wir dort erstmals im Qualifying richtig mit dem Wagen gefahren sind, dann sind die bisherigen Ergebnisse gar nicht so schlecht. Es ist im Vergleich zum Vorjahr ein Fortschritt. Ich Australien konnte ich nur sieben Runden fahren, habe aber trotzdem viel gelernt. In Malaysia hatte ich schon viel mehr Verstndnis fr das Auto."

"Wir sahen dort schon viel besser aus. Natrlich mssen wir noch viel Arbeit leisten, mssen enorm Gas geben. Wir haben jetzt schon ein paar neue Teile. In der Trkei kommen noch einmal ein paar Updates, es wird definitiv besser. Das Team arbeitet immer professioneller, und es entwickelt sich alles in die richtige Richtung."

HRT will Marussia-Virgin schnappen

Frage: "Knnt ihr zu den anderen neuen Teams aufschlieen?"
Liuzzi: "Ich denke, wir knnen schon in diesem Rennen sehr nahe dran sein. In den kommenden Grands Prix werden wir immer nher kommen. Das Auto und das Team kommen voran. Wir haben bald neue Entwicklungen. Es hngt dann natrlich auch davon ab, was die anderen Teams bringen. Marussia-Virgin ist nicht weit weg, den Abstand knnen wir wettmachen. Lotus hat einen deutlichen Schritt gemacht. Wir wollen in diesem Jahr wachsen und uns fr 2012 ordentlich aufstellen."

Frage: "Werdet ihr die 107-Prozent-Hrde nun immer schaffen?"
Liuzzi: "Das sollte kein Problem mehr sein. In Australien war es nur deshalb schwierig, weil unser Auto noch keine Kilometer runter hatte. In Malaysia waren wir locker unterhalb der 107-Prozent-Marke, und Sepang gilt diesbezglich als eine der schwierigsten Strecken. Wir planen konstante Verbeserungen und sollten eher unseren Kontrahenten nher kommen. Wir wollen bald an einigen vorbeiziehen."

Frage: "Lewis, du hast den Rekord von Jim Clark gebrochen, und bist nun jener britische Pilot, der am lngsten in Diensten ein und desselben Teams ist..."
Lewis Hamilton: "Es ist nun mein fnftes Jahr beim Team. Man muss dazu sagen, dass wir heutzutage ganz einfach mehr Rennen pro Jahr fahren als es zu den Zeiten eines Jim Clark der Fall war. Es ist ganz nett zu wissen, dass man eine gewisse Kontinuitt drin hat. Ich habe mit dem Team viel erreicht, und will noch mehr erreichen."

Frage: "Loyalitt ist dir sehr wichtig?"
Hamilton: "Ja. Meine Familie - vor allem mein Vater - hat mir das als wichtigen Wert mit auf den Weg gegeben. Schon als ganz kleiner Junge wurde mir Loyalitt als etwas Wichtiges ans Herz gelegt. Loyalitt ist ein wichtiger Faktor fr den Erhalt von Beziehungen, aber auch nicht der alles entscheidende. Trotzdem: Man sollte gute Beziehungen mit Menschen immer so lange wie mglich erhalten."

Frage: "Du wirst morgen einige Neuerungen ausprobieren, die duch auch schon in Malaysia getestet hast. Was erwartest du?"
Hamilton: "Ich habe vor dem morgigen Tag keine konkreten Erwartungen. Die Temperaturen drften uns hier ewas mehr entgegen kommen, sodass es an diesem Wochenende hoffentlich noch etwas besser laufen wird. Die Updates sind Teile, die beim ersten Versuch nicht so richtig funktioniert haben. Wir probieren sie noch einmal aus, weil eine Menge Potenzial darin steckt. Ob wir sie zum Arbeiten bringen, wei ich noch nicht. Aber wir arbeiten daran."

Hamilton stapelt tief

Frage: "In Malaysia war McLaren phasenweise schneller als Red Bull. Lsst sich das nach Schanghai bertragen? Knnt ihr dauerhaft schneller sein?"
Hamilton: "Das spielen viele Faktoren mit hinein. Ich schtze, dass Red Bull im vergangenen Rennen auerordentlich viel khlen musste, sie daher nicht ganz so weit vorne waren. Ob wir aufgrund von KERS nher aneinander gerckt sind, wei ich nicht."

"Ich bin sicher, dass sie an diesem Wochenende wieder in Topform sein werden. Die werden wohl schneller sein als am vergangenen Wochenende. Wir mssen mal schauen, wie nahe wir herankommen knnen. Im Renntrimm sind wir schon in etwa auf deren Niveau, aber im Qualifying haben sie anscheinend immer noch einen erheblichen Vorteil."

Frage: "Rubens, du hattest einen wenig glcklichen Start in diese Saison. Wirft einen erfahrenen Piloten wie dich so etwas aus der Bahn?"
Rubens Barrichello: "Ein Fahrer ohne Erfahrung wrde sich dadurch beeinflussen lassen. Natrlich haben wir nicht gerade einen Traumstart erwischt. Trotzdem arbeiten wir hart und konsequent an der Verbesserung des Autos weiter. In Australien habe ich mich mit einem Fehler im Qualifying selbst bestraft. Das Rennen dort lief gut, bis es wieder Probleme gab."

"In Malaysia konnten wir einfach nicht mithalten. Das Auto war berhaupt nicht konkurrenzfhig und wir hattend eutliche Probleme. Ich bin sicher, dass es hier wieder besser laufen wird. Wir haben neue Entwicklungen dabei und hoffen auf ein viel, viel besseres Wochenende."

Frage: "Wo siehst du euch in der aktuellen Hackordnung?"
Barrichello: "Fr den erste Rennen htte ich mich in den Top 10 qualifizieren knnen. In Malaysia war ich auf Platz 15 - mehr ging dort wirklich nicht. Wie es hier sein wird, wei ich nicht. Wir mssen sehen, wie sich das Auto entwickelt. Ohne Vernderungen wrde ich uns auf Top 12 tippen. Mit den neuen Teilen hoffe ich auf die Top 6."

Frage: "Du hast den allerersten Grand Prix von China gewonnen. Welche Erinnerungen hast du daran - vor allem an die Szenen auf dem Podium?"
Barrichello: "(Lacht) Ich wei noch, dass ich von Luca di Montezemolo geduscht wurde. Es war eine herrliche Champagnerdusche. Der gesamte Event war toll. Ich wei noch, dass wir damals ein paar Probleme mit den Vorderreifen hatten. Wenn man die schlimme Phase mal berstanden hatte, konnte man aber wieder Vollgas geben. So hat es bei mir funktioniert. Ich konnte im Rennen konstant fahren und siegen. Das war groartig."

Frage: "Sebastian, du hast in den vergangenen beiden China-Rennen auf der Pole-Position gestanden, 2009 sprang ein Sieg heraus. Nun hast du schon in diesem Jahr zwei Erfolge auf dem Konto. Hast du einen perfekten Lauf?"
Sebastian Vettel: "Ich wei es nicht. Natrlich habe ich nach den bisherigen Rennen ein gutes Gefhl, vor allem nach dem vergangenen Wochenende. Wir wollen diesen Lauf natrlich fortsetzen, mssen aber hier wieder bei null beginnen. Wir gehen jedes Rennen auf diese Weise an. Es wird ein hartes Wochenende. In den vergangenen beiden Jahren hat das Wetter hier eine gewichtige Rolle gespielt. Mal schauen, was in diesem Jahr passiert."

Vettel sieht keinen einsamen Siegeszug

Frage: "Christian Horner meinte, dass man in Malaysia hauptschlich auf die Reifen achten musste. Wird sich das hier fortsetzen?"
Vettel: "Ich denke schon. Die Situation wird hier genauso sein. Erst morgen merken wir, wie sich die Reifen hier verhalten. In Melbourne und Malaysia war es sehr unterschiedlich. Vielleicht wird es hier hnlich sein wie in Sepang. Wir wissen es aber noch nicht, mssen es einfach abwarten."

"Die Strecke ist wieder anders. Die ueren Bedingungen sind ebenfalls anders, denn hier ist es deutlich khler, es gibt weniger Luftfeuchtigkeit. Die Reifen werden wohl wieder eine wichtige Rolle spielen. Das war in diesem Jahr bisher immer so. Wir werden morgen mal schauen, wie viele Boxenstopps man hier im Rennen anliegen."

Frage: "Wie stark ist die Konkurrenz von McLaren und Ferrari?"
Vettel: "Die sind stark, Mercedes ist ebenso stark. Wir hatten bisher nur zwei Rennen, hatten das Glck, dass wir jeweils vorne sein konnten. McLaren macht aber ordentlich Druck. Sie waren in Melbourne stark, vor allem nach den eher weniger guten Tests zuvor. Ferrari und Mercedes waren bei den Wintertests schnell, vor allem gegen Ende."

"Es sind bislang erst zwei Rennen absolviert. Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, wie sich das Blatt nach einigen Grands Prix auch mal wenden kann. Vielleicht liegen einigen die kommenden Strecken eher. Das mssen wir abwarten. Im Grunde kmmern wir uns kaum um die anderen. Wir machen unser Ding, sehen zu, dass wir das Beste herausholen. Hoffentlich haben wir auch hier wieder die Chance, ganz vorne zu fahren."

Frage: "Michael, du hast hier sogar schon mal vom sechsten Startplatz aus gewonnen. Hier hast du deinen bisher letzten Podestplatz eingefahren. Wrdest du zustimmen, dass es trotz der Punkte aus Malaysia ein enttuschender Saisonauftakt war?"
Michael Schumacher: "Ja, da muss ich wohl zustimmen."

Die Enttuschung bei Schumacher

Frage: "Wie sehr enttuschend?"
Schumacher: "Es ist doch klar, dass wir ganz andere Erwartungen hatten. Wir haben darber gesprochen, warum die Leistungen in gewissen Bereichen nicht so vorhanden waren. So ist es manchmal in der Formel 1. Das passiert mir nicht zum ersten Mal, dass etwas nicht ganz nach Wunsch verluft. Jetzt mssen wir an Lsungen arbeiten. Genau das tun wir gerade."

Frage: "Nach dem Malaysia-Rennen wollte man eine Tiefenanalyse erstellen. War das erfolgreich?"
Schumacher: "Wir lernen mehr und mehr ber das Auto. Es blieb zwischen den Rennen in Malaysia und China nur wenig Zeit. Wir haben natrlich keine groen Updates fr diesen Event. Aber zu den kommenden Rennen wird es welche geben. Wir mssen das Auto besser verstehen, um das gesamte Potenzial abrufen zu knnen. Es steckt mehr in diesem Wagen. Wir mssen nur die Anpassungen finden, um es abzurufen."

Frage: "Konzentriert man sich auf einen speziellen Bereich? Ist es die Aerodynamik? Sind es die Reifen?"
Schumacher: "Das Geheimnis der Formel 1 steckt nie in einem einzelnen Bereich. Man muss immer alle Details im Blick haben. Es gibt sicherlich weniger wichtige Bereiche, aber wir sind derzeit dabei, alle Puzzleteile so zusammenzufgen, damit das Gesamtbild passt."

Frage: "Das ist noch nicht abgeschlossen?"
Schumacher: "Nein, das ist ein fortwhrender Prozess, frchte ich. Aber wenn es hart auf hart kommt, dann legen wir richtig los."

Frage: "Lewis, du hast in Malaysia aufgrund der Strafe noch einen Platz eingebt? War die Bestrafung fair?"
Hamilton: "Es macht keinen groen Unterschied. Ob ich nun Siebter oder Achter bin, ist egal - es ist beides nicht gut. So ist der Rennsport. Ich denke, die Strafe war fair."

Frage: "Warum war sie fair?"
Hamilton: "Im vergangenen Jahr bin ich mal ewtas wilder ber die Strecke gependelt, um mich zu verteidigen. Das fanden alle anderen nicht gut. Man erklrte, dass man so etwas ab diesem Jahr strikter ahnden wolle. Wenn man sich es anschaut, dann habe ich nicht halb so viel gewedelt wie im Vorjahr, niemand war in Gefahr. Aber die Regeln besagen nun einmal, dass man nur einen Spurwechsel machen darf. Es gab dann die 20-Sekunden-Strafe. Zum Glck machte das nur einen Platz Unterschied aus. Ich akzeptiere das, und ich gelobe Besserung."

Hamilton will zurckschlagen

Frage: "Ist das ein zustzlicher Ansporn fr dieses Wochenende?"
Hamilton: "Nein, nicht die Strafe. Das schwierige Rennen insgesamt treibt mich entschlossen an. Ich will zurckschlagen. Ich htte bestimmt Zweiter werden knnen. Aber wenn du vom zweiten Platz losfhrst und dann Achter wirst, ist das bestimmt nicht zufriedenstellend. Ich sehe dem kommenden Wochenende positiv entgegen."

"Alles andere liegt in der Vergangenheit. Die Saison ist noch jung. Ich sehe das Positive. Es passiert oft auch, dass man aus guter Startposition pltzlich gar keine Punkte holt. Ich habe wenigstens ein paar Zhler mitnehmen knnen. Wer wei, vielleicht werden diese Punkte in Zukunft noch mal ganz besonders wichtig."

Frage: "Sebastian, du hast hier schon zwei Pole-Positions erorbert. Gibt es nun die dritte und danach den dritten Saisonsieg?"
Vettel: "Das Wochenende ist lang. Man bereitet das Auto am Freitag und Samstag optimal vor. Wenn es perfekt luft, dann holst du dir am Samstagnachmittag den besten Startplatz. Natrlich ist es unser Ziel, im Qualifying gut zu sein und im Rennen bestmglich abzuschneiden. Immerhin werden dort im Rennen dann die Punkte verteilt."

"Im vergangenen Jahr waren wir hier nicht stark genug, hatten Probleme mit den Bedingungen. Aber immerhin haben wir damals ein paar Punkte mitgenommen. Mal sehen, was ist diesem Jahr machbar ist. Ich werde alles geben und das Maximum versuchen herauszuholen. Idealerweise kommt dann ein gutes Ergebnis zustande. Natrlich htte ich nichts gegen eine weitere Pole und einen weiteren Sieg."

Frage: "Die lokalen Wetterberichte weisen Regen aus..."
Vettel: "Die Leute hier vor Ort kennen sich bestimmt gut aus. Auch wir haben unsere Prognosen. Auch die zeigen etwas Regen. Mal sehen, wann und wie viel da kommt. Das ist immer die groe Frage."

Frage: "Hltst du dich fr unschlagbar in diesem Jahr?"
Vettel: "Wir hatten definitiv zwei guten Rennen, mssen hier aber wieder von vorn beginnen. So ist das bei jedem einzelnen Rennen, immer wieder. Natrlich wollen wir den Lauf fortsetzen. Aber wir haben im vergangenen Rennen gesehen, dass es knapp war. Man kann sich nie sicher sein. Es wird der Tag kommen, wo ich Zweiter, Fnfter oder Zehnter werde. So ist es nun einmal. So ist die Formel 1."

Frage: "Du hast gesagt, dass der gute Start von Nick Heidfeld in deine Karten spielte, weil er dich weniger unter Druck setzte als Lewis es womglich htte tun knnen. Htte Lewis denen Sieg sonst ernsthaft gefhrden knnen?"
Vettel: "Nick hatte wirklich einen phnomenalen Start. Beide Renaults kamen richtig gut weg. Mich brachte das in eine komfortable Situation, denn ich denke, dass Lewis wohl ein etwas besseres Tempo gehabt htte als Nick. Trotzdem: Nick war das ganze Rennen lang schnell. Man fhrt nich ohne Speed auf das Podium."

"Zumindest in der Frhphase des Rennens hat es mir geholfen. Ich konnte mich vorne etwas absetzen. Spter hatte ich nicht mehr Nick im Nacken, sondern immer einen der McLaren. Trotzdem konnte ich immer passend reagieren. Es war vielleicht wichtig, aber es ist alles ohnehin nur spekulativ."

Hamilton: "Ich denke, ich htte um den Sieg kmpfen knnen. Ich bin als Zweiter gestartet, bin leider etwas zurckgefallen - aus welchem Grund auch immer. Ich habe Nick auen gar nicht richtig gesehen, hatte Jenson an der Innenseite. Ich habe mich darauf konzentriert und aufgpasst, dass ich Sebastian nicht berhre."

"Ich wurde dann ein paar Runden lang aufgehalten. Als ich endlich freie Fahrt hatte, konnte ich das gleiche Tempo fahren wie Sebastian. Ich htte wahrscheinlich mithalten knnen. Aber das ist alles spekulativ. Im zweiten Stint habe ich nach dem Stopp sogar auf ihn aufgeholt, nachdem ich Heidfeld hinter mir hatte. Es htte eng werden knnen. Der Rest des Rennens war bel, daher ist es sowieso egal."

Frage: "Pirelli hat angeregt, dass man in Zukunft die Verwendung aller vier Mischungen freistellt. Was haltet ihr von dieser Idee?"
Schumacher: "Ich kenne diesen Vorschlag nicht. Ich denke nicht, dass wir uns jetzt ber Gerchte unterhalten sollten."
Vettel: "Ich hre gerade erstmals davon."
Schumacher: "Wir hren alle gerade zum ersten Mal davon. Wir wussten das nicht. Wir wollen aber nicht ber Gerchte sprechen. Wenn es soweit ist, dann knnen wir vielleicht darber reden."

Werden alle Strecken verndert?

Frage: "Die Strecke in Abu Dhabi wird angepasst, um das berholen zu vereinfachen. Ist es richtig, dass man auf die Ideen und vorschlge der Piloten reagiert?"
Schumacher: "Wir haben gesehen, was im vergangenen Jahr mit Petrow und Alonso los war. Nur darum kam das Thema auf. Die Teams arbeiten an den Autos, um etwas zu verbessern. Genauso mssen wir aber auch an den Strecken arbeiten. Das gilt nicht nur fr Abu Dhabi. Generell mssen wir uns anschauen, wo wir bessere berholmglichkeiten schaffen knnen."

"Es gibt da ein paar interessante Anstze. Es ist schn zu hren, dass Abu Dhabi so offen ist, eine tolle Strecke weiter zu verbessern. Wir mssen ein paar Eckdaten festzurren, um das berholen auch auf anderen Strecken zu erleichtern. Es ist also ein guter Schritt in die richtige Richtung. Jetzt mssen wir mal schauen, ob es den gewnschten Effekt hat."

"Wenn man sich aber mal die bisherigen Rennen dieses Jahres anschaut, dann erkennt man zweifelsohne, dass es nun viel mehr berholchancen gibt. So gesehen ist das Spektakel in unserem Sport extrem viel besser geworden. Es ist toll, was in den ersten beiden Rennen dieses Jahres los war."

Frage: "Ist das ein Thema, mit dem sich die Fahrergwerkschaft GPDA auseinandersetzt?"
Barrichello: "Die GPDA tritt geschlossen auf. Wir machen der FIA Vorschlge. In den vergangenen Jahren hat es bezglich dieses Themas mehrfach - sagen wir mal - konstruktive Kritik gegeben. Die GPDA kmmert sich aber mehr um den Aspekt Sicherheit als um alles andere. Mit dem neuen verstellbaren Heckflgel knnte man meinen, dass es auch ohne nderungen in Abu Dhabi auf den dortigen Geraden berholmglichkeiten geben wird."

"Aber wir haben die Situation aus dem Vorjahr als Grundlage. Damals gab es kaum Chancen, weil der Speedunterschied selten mal bei fnf km/h oder mehr lag. Es ist gut, wenn die finanziellen Mittel fr Vernderungen vorhanden sind. Das ist eine gute Sache. Die Fahrer kommen nun dorthin. Manche werden es gut finden, andere weniger gut. Solange es gut fr die Show ist, sollte man es tun."

Frage: "Sebastian, werdet ihr an diesem Wochenende KERS verwenden, oder bist du zufrieden und glcklich, weil du auch ohne das System schnell genug bist?"
Vettel: "Nein. KERS ist in jedem Fall ein Vorteil. Es hilft dir bezglich der Rundenzeit. Im Gegensatz zu vor zwei Jahren sind wir nun bezglich der Gewichtsverteilung nicht mehr flexibel. Da sind einem die Hnde gebunden. Es ist sinnvoll, KERS zu verwenden. Das ist unser Ziel."

"Wir sind nicht stolz darauf, dass wir es in Australien nicht hatten. In Malaysia konnten wir es die meiste Zeit verwenden. Wir haben in krzester Zeit erhebliche Fortschritte mit dem System gemacht. Auch in der kurzen Pause vor China haben die Jungs weiter daran geareitet. Ich bin zuversichtlich, dass wir es im Auto haben werden. Und ich bin guter Dinge, dass es das gesamte Wochenende laufen wird. Morgen benutzen wir es sicher, und ich hoffe, das wird auch am Samstag und Sonntag der Fall sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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