Ecclestone hat ein reines Gewissen, was die Causa Gribkowsky angeht

Formel 1 2011

— 16.04.2011

Ecclestone in München vernommen

Am 6. April war Formel-1-Chef Bernie Ecclestone in München, wo ihn die Oberstaatsanwaltschaft zur Causa Gerhard Gribkowsky befragt hat

In der Affäre um 50 Millionen US-Dollar (umgerechnet knapp 35 Millionen Euro) des früheren BayernLB-Bankers Gerhard Gribkowsky, deren Herkunft nach wie vor nicht geklärt ist, wurde nun auch Bernie Ecclestone vernommen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich der Formel-1-Geschäftsführer freiwillig mit der Staatsanwaltschaft München getroffen, um seine Karten auf den Tisch zu legen.

Ecclestone kam dafür am 6. April extra nach Deutschland. "Ich habe bei der Untersuchung der Affäre um Dr. Gribkowsky von Anfang an kooperiert", lässt der 80-Jährige ausrichten. "Als ich informiert wurde, dass ich verdächtigt werde, in die Angelegenheit verstrickt zu sein, traf ich die Oberstaatsanwältin und ihr Team Anfang dieses Monats in München, um alle Anschuldigungen gegen mich vom Tisch zu wischen."

Laut Recherchen der 'Süddeutschen Zeitung' wird Ecclestone des Verdachts der Untreue beschuldigt. Als die BayernLB ihre Anteile an der Formel 1 2005 an die Investmentgesellschaft CVC verkauft hat, kam es angeblich zu "verdächtigen Zahlungen", heißt es. So soll die BayernLB 40 Millionen Dollar als Vermittlungsprämie an Ecclestone selbst und weitere 27 Millionen Dollar an seine Bambino-Holding überwiesen haben.

Woher jene 50 Millionen Dollar kommen, die Gribkowsky in österreichischen Stiftungen versteckt hatte, ist noch unklar. Ecclestone dementiert sämtliche Verstrickungsvorwürfe und betont: "Ich bin zuversichtlich, dass ich von jedem Verdacht freigesprochen werde, sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen." Für den Formel-1-Geschäftsführer gilt die Unschuldsvermutung.

Fotoquelle: xpb.cc

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