Sebastian Vettel hatte am Ende gegen Lewis Hamilton keine Chance

Formel 1 2011

— 17.04.2011

Red Bull: Optimales Ergebnis nur mit optimaler Strategie

Auch mit den Positionen zwei und drei kann Red Bull zufrieden sein, doch Sebastian Vettel hätte in China den Hattrick schaffen können

In diesem Jahr ist die richtige Strategie derart wichtig, dass man selbst mit einem überlegenen Auto nicht gewinnen kann, wenn man daneben liegt. Dies musste Sebastian Vettel beim Großen Preis von China schmerzlich erkennen, als er in der Schlussphase des Rennens von Lewis Hamilton überholt wurde, als gäbe es nichts Einfacheres. Doch da er einmal weniger gestoppt hatte als die Konkurrenz hinter ihm, waren die Reifen in der Schlussphase des Rennens schlichtweg am Ende.

Mark Webber unterdessen tat sich in der Anfangsphase des Rennens schwer, als ihn das Team auf die harte Reifenmischung gesetzt hatte. Diese wollte man so schnell wie möglich loswerden, nachdem der Australier von Startplatz 18 eine aggressive Strategie fahren musste. Auf den weicheren Reifen vollführte Webber anschließend eine Galavorstellung, die ihn bis auf den dritten Rang hinter Vettel nach vorne brachte.

"Mein Start war nicht der beste", so Vettel, der wieder einmal mit KERS-Problemen zu kämpfen hatte. "Aus irgendeinem Grund scheint die linke Seite der Startaufstellung hier schlechter zu sein als die rechte Seite. Das war nicht brillant und ich verlor an Jenson und Lewis Positionen."

"Danach ging es darum, geduldig zu sein. Ich denke, dass wir im ersten Rennabschnitt die Reifen besser behandelt haben. Wir konnten draußen bleiben, aber es gab zu diesem Zeitpunkt keinen Grund dazu, also kam ich an die Box und härter als Erster wieder auf die Strecke zurück."

"Es war eine Überraschung, dass Jenson vor mir zu meiner Boxenmannschaft fuhr. Ich hoffte, dass er weiter fahren würde. Wir hatten vor zwei Jahren etwas Ähnliches mit einem Toro Rosso. Ich weiß nicht, was die Leute dazu animiert, vor unserer Garage zu halten! Glücklicherweise hatte dies keine Auswirkung, und die Jungs behielten einen kühlen Kopf."

"Wir kehrten in Führung liegend auf die Strecke zurück, versuchten alles, um auf zwei Stopps zu bleiben. Der mittlere Abschnitt des Rennens sollte wirklich etwas länger sein, aber am Ende des Rennens fand ich mich auf dem harten Reifen wieder und konnte sehen, dass Lewis näher und näher kommt. Ich versuchte mich so gut wie möglich zu verteidigen, ohne dass wir zu viel Zeit auf die Jungs hinter uns verlieren. Aber er fand einen Weg an mir vorbei."

"Es war ein schwieriges Rennen, und wir haben uns ein paar Fehler geleistet. Wir sind jedoch immer noch Zweiter und Dritter geworden, was ein starkes Ergebnis ist. Gratulation an Lewis und McLaren, sie haben gute Arbeit geleistet. Dies zeigt, dass es jemanden gibt, der dich schlagen kann, wenn du in einem Rennen etwas anderes probierst und dir einen kleinen Fehler leistest."

"Das war heute ein gutes Rennen von uns, wir können vom heutigen Tag eine Menge lernen. Mark hatte ein gutes Rennen und eine gute Geschwindigkeit. Mit zwei Stopps muss man geduldig sein und auf seine Reifen achten. Heute hat das jedoch nicht funktioniert."

"Wir entschieden uns dazu, auf dem härteren Reifen zu starten", so Webber. "Wir wissen, dass dies nicht der beliebte Reifen ist, denn in Bezug auf die Haltbarkeit und solche Dinge verfügt er nicht über die Charaktereigenschaften eines harten Reifens. Als wir ihn erst einmal aus dem Weg geschafft haben, war es tatsächlich ziemlich schwierig, denn selbst mit den Jungs, mit denen ich kämpfte, verwendeten alle DRS zur selben Zeit."

"Auf meiner Runde an die Box leistete ich mir in der zweiten Kurve einen Fehler, denn auf dem Reifen, mit dem ich in das Rennen gestartet war, war nicht mehr viel übrig. Als ich nach Runde 15 noch Position 17 auf meiner Tafel las, dachte ich, dass nicht mehr viel möglich sei. Aber plötzlich fühlte ich mich im Auto sehr wohl."

"Ich hatte noch ein paar Satzreifen vom Qualifying übrig, das hat geholfen. Und vielleicht ist dies der Weg, den man einschlagen muss! Das Qualifying verpassen und es dann probieren!"

"Aber Spaß beiseite, die Jungs haben unglaubliche Arbeit geleistet. Wir sind direkt aufeinanderfolgende Rennen gefahren und hatten bei meinem Auto keinen reibungslosen Lauf, aber ich habe nicht aufgegeben. Diese Fahrt heute war für sie und alle zuhause in der Fabrik. Gratulation an Lewis. In Bezug auf die Punkte für das Team war es für uns ein guter Tag."

"Nachdem wir am Start etwas verloren hatten, da wir hinter beide McLaren zurück fielen, entschieden wir uns dazu, mit Sebastian auf eine Zwei-Boxenstopp-Strategie zu setzen", so Teamchef Christian Horner. Das hat sich für uns beinahe bezahlt gemacht, und wir waren vier Runden davon entfernt, es zum Funktionieren zu bekommen. Aber schlussendlich hatte er nicht ausreichend Haftung, um diesen Platz zu verteidigen. Der zweite Rang ist immer noch ein fantastisches Ergebnis und bedeutet eine Menge Punkte, die wirklich verdient sind."

"Bei Mark fuhren wir effektiv sein Rennen in umgekehrter Reihenfolge, starteten auf den härteren Reifen und fuhren mit einer Drei-Boxenstopp-Strategie. Er zeigte eine phänomenale Aufholjagd, die ihn auf das Podium brachte. Das war eine unglaubliche Leistung und das Team zeigte starke Boxenstopps. Wir hatten einen Schreckmoment, als Jenson an unserer Box beim ersten Stopp hielt, aber alles in allem war es vom Team ein sehr starkes Ergebnis."

"Irgendwie fühlt es sich heute an, als wäre der Job nicht erledigt, obwohl dies für das Team ein wirklich gutes Ergebnis ist", so Cyril Dumont von Renault. "Es ist ein gutes Ergebnis, Zweiter geworden zu sein, und die Saison ist immer noch sehr lang, was gut ist."

"Was hatte Mark für ein Rennen! Vom 18. auf den dritten Rang zu kommen ist unglaublich. Das war von ihm ein wirklich solides Rennen. Also Gratulation an das gesamte Team. Wir kehren nun in der Weltmeisterschaft führend nach Europa zurück."

Fotoquelle: xpb.cc

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