Die Erleichterung war Mark Webber bei der Siegerehrung durchaus anzusehen

Formel 1 2011

— 18.04.2011

Webber kontert: "Endlich ein problemloses Rennen"

Red-Bull-Fahrer Mark Webber fuhr in China von Startplatz 18 auf Rang drei nach vorne und heimste reichlich Lob für seine Rennleistung ein

Es geht aufwärts bei Mark Webber: Der australische Rennfahrer präsentierte sich beim Großen Preis von China in absoluter Bestform und raste von Startplatz 18 auf den dritten Podestrang nach vorne - zumindest im Rennen lief endlich einmal alles glatt für den 34-Jährigen. Webber hatte sich eine sehr aggressive Strategie zurechtgelegt und profitierte in der Schlussphase von seiner Reifenwahl.

Die Red-Bull-Führungsetage war entsprechend angetan von der Fahrt des Australiers. "Es hat einfach perfekt funktioniert", meint Teamchef Christian Horner. "Wir hatten Mark im Verhältnis zu den anderen auf eine gegenteilige Strategie gesetzt. Er fuhr mit harten Reifen los und holte sich anschließend stets neue weiche Reifen ab." Auf diese Weise konnte Webber bis kurz vor Rennende kräftig Gas geben.

Horner und Marko loben Webber

"Anfangs fuhr er gegen die Lotus, zum Schluss gegen die McLaren", fasst Horner zusammen und merkt im Hinblick auf Platz drei an: "Für sein Selbstvertrauen ist es sehr wichtig, ein so gutes Ergebnis einzufahren - speziell nach einer derart tollen Leistung. Mark hatte ein schwieriges Qualifying, warf seine Konzentration aber nicht über Bord, sondern lieferte ein absolut großartiges Rennen ab."

Erleichtert zeigt sich auch Red-Bull-Konsulent Helmut Marko: "Endlich ein problemloses Rennen für Mark", sagt der Österreicher. "Von Platz 18 auf Rang drei zu fahren, ist eine fantastische Leistung. Mark setzte es super um. Unsere Leute holten ihn jeweils zum perfekten Zeitpunkt zum Reifenwechsel herein. Er selbst überholte auf der Strecke richtig toll", fasst Marko in Schanghai zusammen.

Auch Webber selbst ist zufrieden und witzelt: "Vielleicht sollten wir es in Zukunft öfter so machen: Das Qualifying auslassen und dann im Rennen voll angreifen. Ganz im Ernst: Die Jungs im Team machten einen unglaublichen Job. Es war ein guter Tag", meint der 34-Jährige und fügt hinzu: "Ich hatte ein sehr interessantes Rennen." Dabei war Webber allerdings vollkommen auf sich alleine gestellt.

Das Rennglück ist mit den Tüchtigen...

Zwischenfälle, die dem Australier hätten zu Hilfe kommen können, gab es nämlich nicht. "Ich hoffte ständig darauf, dass es ein paar Gelbphasen, ein paar Ausfälle oder ein paar McLaren-Fahrzeuge neben der Piste geben würde. Nichts davon trat ein. Es gab keine Gelbphase und ich musste jeden Gegner auf der Strecke überholen", berichtet Webber. "Ich glaube, ich habe es mir wirklich verdient."

Der Red-Bull-Pilot gesteht allerdings, am Sonntag "sicherlich auch etwas Glück" gehabt zu haben. "Am Samstag hatte ich ja nicht allzu viel davon", meint Webber. "Ich nehme es einfach, wie es kommt. Am Sonntag passte jedenfalls alles für mich. Ich hatte etwa ab der Rennhälfte das Gefühl, dass sich die Dinge in unsere Richtung entwickeln würden." Letztendlich landete Webber auf Rang drei.

Damit ist der langjährige Formel-1-Pilot sehr zufrieden, möchte sein Ergebnis aber nicht zu hoch einschätzen. "Im Nachhinein ist es einfach, hier zu sitzen und zu sagen, es war phänomenal, eine Fahrt bis auf das Podium, und so weiter. Unterm Strich ist aber doch genau das mein Job - oder etwa nicht? Du musst dich einfach voll reinhängen und angreifen. Nichts anderes habe ich getan."

Fotoquelle: xpb.cc

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