Hängende Schultern: Felipe Massa und Fernando Alonso fahren nicht um Siege

Formel 1 2011

— 18.04.2011

Ferrari: Di Montezemolo fordert eine Steigerung

Die leitenden Teamfunktionäre von Ferrari sind bereits wieder in Maranello eingetroffen, wo Luca di Montezemolo die Wende zum Besseren einläuten will

Seit der Zieldurchfahrt im chinesischen Schanghai sind erst wenige Stunden vergangen, doch Ferrari möchte auch abseits der Rennstrecke keine Zeit verschenken: Luca di Montezemolo bestellte seine Mannschaft um Teamchef Stefano Domenicali unmittelbar nach dem Grand Prix nach Maranello ein, um die Lage des Traditions-Rennstalls zu erörtern. Der Ferrari-Präsident fordert rasche Besserung.

Mit der bisherigen Leistung des Teams, Ferrari sammelte in drei Rennen insgesamt 50 Punkte und rangiert damit auf Tabellenplatz drei, könne man nicht zufrieden sein. "Das kann und darf nicht das Niveau dieses Teams sein", stellt di Montezemolo klar. "Es ist ein prekärer Augenblick. Ich erwarte, dass unsere Ingenieure mit Entschlossenheit und Wissen handeln", gibt der Italiener zu Protokoll.

"Sie sollen das Maximum ihrer Möglichkeiten dazu verwenden, um die Leistung des Autos in kurzer Zeit zu verbessern. Ich möchte, dass Ferrari auf dem Niveau fährt, das sowohl wir als auch die Fans erwarten", meint di Montezemolo. Dafür machte sich Ferrari sogar die Zeitverschiebung zwischen China und Italien zunutze - Domenicali und das Team sind bereits seit Montagfrüh wieder vor Ort.

Gemeinsam will man nun daran arbeiten, die bisherigen Leistungen schon bald zu übertreffen. "50 Punkte sind sicherlich nicht die Ausbeute, die wir uns vor dem Saisonstart erhofft hatten", heißt es aus Maranello. "Es wäre aber falsch, zu sagen, dass nun alles auf den Kopf gestellt werden muss. Richtig ist allerdings: Der Abstand zu Red Bull ist in der Qualifikation zu groß." Nicht alles sei aber schlecht.

"Die Situation im Rennen ist anders. Dabei gestaltet sich die Situation deutlich enger", ist einer Presseaussendung von Ferrari zu entnehmen. "Zudem präsentiert sich die Formel 1 in diesem Jahr unvorhersehbarer denn je." Dergleichen habe man beim Großen Preis von China beobachten können. All dies sei aber keineswegs als Entschuldigung für das Abschneiden in dieser Saison zu verstehen.

"Diese Überlegungen sind stimmig, doch sie sollen keineswegs verschleiern, dass wir ein schnelleres Auto brauchen. Dies ist allen Mitarbeitern in Maranello bewusst", stellen die Roten heraus. "Sie werden alles geben, um Fernando und Felipe einen Rennwagen hinzustellen, mit dem die beiden so rasch wie möglich um den Sieg fahren können." Dafür haben die Techniker drei Wochen lang Zeit.

Dann bestreitet die Formel 1 im türkischen Istanbul ihren diesjährigen Europaauftakt, bei dem das Team einen rundum verbesserten Boliden vorstellen und deutlich konkurrenzfähiger sein will. Felipe Massa wird zunächst allerdings nicht direkt in die Arbeiten in Maranello eingebunden sein - der Brasilianer weilt noch in Schanghai und tritt am Dienstag als Gast bei der dortigen Autoshow auf.

Fotoquelle: Ferrari

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