Laut Flavio Briatore kann Fernando Alonso bei Ferrari nicht mehr aus dem Auto holen

Formel 1 2011

— 19.04.2011

Briatore: Alonsos Problem ist das Auto

Flavio Briatore ist bekennender Fan von Fernando Alonso: Mit ihm gewann er 2005 und 2006 die Weltmeisterschaft und sieht dessen aktuelle Situation bei Ferrari kritisch

Erinnert man sich an die Formel 1 in den 90ern, so stellt man fest, dass in jener Zeit ein Ausnahmepilot das Ergebnis komplett auf den Kopf stellen konnte. Die Performance des Autos wirkte sich weniger limitierend auf die Gesamtperformance aus, ist sich der ehemalige Teamchef Flavio Briatore sicher: "Der Fahrer ist immer noch wichtig, aber das Auto ist noch viel entscheidender."

Briatore, der mit dem jungen Michael Schumacher in den 90ern große Erfolge feierte und später Fernando Alonso zum Superstar machte, sagt gegenüber 'Sky Sport': "Ein guter Pilot in einem konkurrenzfähigen Auto kann einen Unterschied machen. Aber Fernando (Alonso; Anm. d. Red.) kann das aktuell nicht, denn der Ferrari ist einfach nicht konkurrenzfähig."

Nach drei Rennen standen bisher weder Fernando Alonso noch Felipe Massa auf dem Podium. Vor der Saison waren die Ziele der Roten sicher andere. Sowohl das Team als auch die Beobachter gingen davon aus, dass Ferrari auf Augenhöhe mit Red Bull agieren würde. Briatore analysiert nüchtern: "Red Bull ist nicht in Sichtweite. Im Moment muss sich Ferrari eher um Platz drei fürchten."

Doch selbst als Alonso bei Renault Erfolg hatte, schielte der mittlerweile 29-Jährige Spanier immer zu Ferrari. "Fernando wollte immer für Ferrari fahren. Er fühlt sich sehr wohl im Team", gibt Briatore zu. "Ferrari hat das Potenzial, die finanziellen Mittel und die technischen Möglichkeiten. Aber um die aktuelle Situation zu verbessern, benötigt man mehr Kreativität. Sie machen gerade eine schwierige Zeit durch und müssen dringend Lösungen finden."

Sollte sich bei Ferrari nichts ändern, dann ist sich Briatore sicher, dass Red Bull nicht mehr einzuholen ist: "Die Red Bull von Sebastian Vettel und Mark Webber sind unerreichbar. Der Formel 1 droht dadurch eine langweilige Phase. In sechs oder sieben Rennen hat Red Bull die WM im Prinzip sicher."

Fotoquelle: Renault

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