Jonathan Palmer (li.) arbeitet mit Williams in der Formel 2 zusammen

Formel 1 2011

— 25.04.2011

Palmer steht hinter KERS & DRS

Für Jonathan Palmer sind der verstellbare Heckflügel und das Energierückgewinnungs-System KERS wichtige Komponenten, wenn die Formel 1 umweltfreundlicher sein will

Ex-Pilot Jonathan Palmer findet das Energierückgewinnungs-System KERS als positiven Schritt in die richtige Richtung. Der Brite kümmert sich um die Formel 2 und kennt die technischen Herausforderungen eines Monoposto. Die Formel 1 bildet eine Vorbildwirkung für umweltfreundliche Technologien. Wenn die Königsklasse nicht auf neue Systeme setzte, dann würden sie auch in anderen Serien nicht zum Einsatz kommen. "Ich glaube, alle Möglichkeiten, die Überholvorgänge begünstigen, sind eine gute Idee."

"Ich finde KERS fantastisch und beide Dinge vom Konzept her eine gute Lösung", spricht Palmer auch das Drag-Reduction-System (DRS) bei 'GPUpdate.net' an. "Beide fördern nicht nur Überholmanöver, sondern sind ein signifikanter Schritt in die Richtung, die der Motorsport nehmen muss, um umweltfreundlicher zu sein."

"Rennautos verbringen auf der Strecke viel Zeit mit Beschleunigen. Das verbraucht Benzin und produziert CO2. Dann wird gebremst und all die aufgebaute Energie verschwindet in Hitze. Es gibt keine Vorrichtung, die sie auffängt. Motorsport sollte ein Testfeld sein, um das ultimative KERS zu entwickeln. Es sollte soviel Energie wie möglich wieder verwerten können."

"Als Konzept finde ich KERS absolut wichtig, deshalb freue ich mich, dass es zurück ist. Natürlich ist es noch sehr teuer, kompliziert und unzuverlässig. Idealerweise müsste man nicht soviel ausgeben, aber im Motorsport, speziell wie viel Geld in die Formel 1 fließt, sollten Energien auf KERS verwendet werden. Wenn die Formel 1 es nicht tut, dann würde es niemand machen. Ich finde es gut, dass die Formel 1 das macht."

Das DRS-System ist bisher gemischt angenommen worden. Palmer streicht den verstellbaren Heckflügel aber nicht unbedingt als Überholhilfe, sondern den Umweltgedanken dahinter hervor. "Ich finde das DRS gut, aber anders als es beworben wird, denn es ist eine gute Überholhilfe. Wenn man sich das Auto ansieht, dann ist es sehr ineffizient, denn es produziert auf den Geraden sehr viel Abtrieb, den man nicht braucht."

"Der Luftwiderstand eines Formel-1-Autos ist absolut widerlich", spricht Palmer die freistehenden Räder an. "Natürlich ist der Luftwiderstand wichtig, wenn man Downforce produzieren will, aber auf den Geraden braucht man das nicht. Idealerweise wird man den ganzen Abtrieb auf den Geraden los. Das würde ein effizienteres und umweltfreundlicheres Auto ergeben. Aus Umweltsicht finde ich DRS sehr gut."

Fotoquelle: Formel 2

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