Vielseitiger Furhpark: Die Formel-1-Piloten geben auch privat gerne Gas

Formel 1 2011

— 27.04.2011

Der Fuhrpark von Vettel & Co.

Was fahren die Formel-1-Piloten privat? Von PS-Monstern über Familienkutschen bis zu alten Schmuckstücken ist alles dabei - Eine Übersicht

Diese Frage haben sich wohl alle Formel-1-Fans schon einmal gestellt. Welche Autos fahren ihre großen Idole, wenn sie einmal nicht auf der Rennstrecke Rad an Rad gegeneinander kämpfen? Der erste Gedanke ist klar: Wer zahlt, schafft an. Tatsächlich haben fast alle Formel-1-Piloten ein Fahrzeug ihres Herstellers oder des Motorenlieferanten ihres Teams in der Garage stehen. Doch daneben findet man oft viele Leckerbissen und Kuriositäten, mit denen man wohl kaum rechnen würde.

Es ist bekannt, dass die legendäre "Knutschkugel" Fiat 500 Michael Schumachers erster Pkw war. Wer hätte aber gedacht, dass derzeit drei Formel-1-Piloten einen alten Fiat 500 in der Garage stehen haben? Weltmeister Sebastian Vettel, der als Schallplatten-Liebhaber für sein Retro-Faible bekannt ist, hat einen. Dazu gesellen sich auch noch Jarno Trulli und Nick Heidfeld.

Der Red-Bull-Pilot besitzt neben einem alten Mofa übrigens auch einen 690 PS starken Mercedes SL 65 AMG Black Series. Wie es dazu kam? Das schwarze Kraftpaket war der Preis für den Sieg beim Grand Prix von Abu Dhabi 2009. "Verkaufen tu ich den natürlich nicht", winkt der Heppenheimer gegenüber 'auto motor und sport' ab.

Heidfeld steht auf Oldies

Vor allem Heidfeld steht wie Vettel auf alte Schmuckstücke. Neben dem Cinquecento und dem obligaten Lotus Exige veredeln auch noch ein Ford Mustang, ein VW Käfer Cabrio und ein Porsche 959S seine Garage. Den Toyota Sienna benötigt er für seine Familie, den MINI Cooper S "fährt hauptsächlich die Freundin", verrät er 'auto motor und sport'. Der Fuhrpark stößt inzwischen an seine Grenzen: "Mehr Autos dürfen es jetzt aber nicht mehr werden. Ich habe wirklich keinen Platz mehr." Kein Wunder, schließlich schenkte ihm Peter Sauber nach der Saison 2009 auch noch einen seiner Sauber-Formel-1-Boliden.

Heidfeld ist nicht der einzige Formel-1-Pilot, der von der Vergangenheit nicht loskommt. Bei Schumacher und seinem Intimfeind Rubens Barrichello äußerst sich dies aber nicht durch eine Vorliebe für klassische Automobile, sondern durch ein Festhalten an einem speziellen Kapitel in ihrem Leben. Obwohl beide längst nicht mehr in Diensten der Marke mit dem springenden Pferd stehen, ist die Ferrari-Faszination geblieben.

Der Rekord-Weltmeister besitzt einen Ferrari California, den er selbst mitentwickelt hatte, bei seinem früheren Teamkollegen ist es ein Ferrari 575. Dass auch Fernando Alonso und Felipe Massa Ferrari fahren, ist naheliegend, beide haben aber auch einen Maserati in der Garage stehen. Auch die Traditionsmarke aus Bologna gehört zum Fiat-Konzern.

Sutils angenehmer Botschaftervertrag

Bitte warten, heißt es derzeit für die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button. Beiden wurde McLarens nagelneuer Luxus-Sportwagen MP4-12C versprochen, noch können sie aber den Ferrari-Besitzern in der Formel 1 nicht das Fürchten lehren. Oder doch? Button hat sich die Wartezeit schon mal mit einem Porsche GT2 RS versüßt. Doch nicht immer muss es beim Briten groß, laut und schnell sein. Der Weltmeister 2009 hat mit dem Smart auch einen Cityflitzer in der Garage.

Ebenfalls äußerst flott mag es Force-India-Pilot Adrian Sutil. Seit 2009 ist er Markenbotschafter des Tuners Techart - eine Partnerschaft, die sich wahrlich bezahlt macht. Sutil fährt einen Techart GrandGT mit 580 PS. Dahinter verbirgt sich ein Porsche Panamera Turbo, an dem die Tuningfirma Hand anlegte. Sogar etwas mehr PS bringt Red-Bull-Pilot Mark Webber mit seinem Porsche GT2 RS auf den Asphalt: 620, um genau zu sein. Auch ein Porsche Turbo mit 500 PS steht in der Garage von Vettels Teamkollegen.

Doch Webber kann auch anders: Der Hobby-Extremsportler besitzt einen Nissan Navara und einen BMW X5, damit er seine Sportgeräte und den Hund transportieren kann. Die Partnerschaft seines Rennstalls mit Infiniti scheint für den "Aussie" hingegen noch etwas gewöhnungsbedürftig zu sein. Auf Anfrage von 'auto motor und sport' konnte er nicht auf Anhieb beantworten, welchen Infiniti-Dienstwagen er fährt. Anders die Lage bei Lotus-Pilot Heikki Kovalainen: Der Finne fährt aus freien Stücken einen Infiniti FX50. Wer nun glaubt, dass Kovalainen privat auf ein Sportgerät verzichten kann, der irrt: Mit einem 530 PS starken Nissan GT-R versüßt er sich den Alltag.

Zwei Piloten ohne Pkw

Auf Understatement setzen die beiden Toro-Rosso-Youngsters. Jaime Alguersuari war bisher ausschließlich Besitzer eines 260 PS starken Seat Leon Cupra R, den er als Markenbotschafter von seinen Landsleuten als Geschenk bekam. Teamkollege Sebastien Buemi bewegt sich mit seinem VW Golf R mit 270 PS in ähnlichen Sphären.

HRT-Pilot Narain Karthikeyan muss sich bei Sponsor Tata - Indiens größter Automobil-Hersteller - für sein spätes Formel-1-Comeback bedanken. Dafür nimmt er auch im privaten Fuhrpark eine kuriose Mischung in Kauf. Neben dem exotischen Tata Aria mit rund 140 PS wurde er zuletzt auch mit einem Jaguar XJ ausgerüstet. Die britische Nobelmarke steht ebenfalls in Besitz der Inder.

Und dann gäbe es noch - man höre und staune - zwei Formel-1-Piloten, die privat gar kein Auto besitzen: Force-India-Pilot und Mercedes-Protege Paul di Resta und Marussia-Virgin-Rookie Jerome D'Ambrosio. Der Belgier sieht dies allerdings nicht als Problem an. "Ich bin immer mit verschiedenen Mietwagen unterwegs, wenn ich mal ein Auto brauche", argumentiert er gegenüber 'auto motor und sport'.

Fotoquelle: xpb.cc

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