Tony Fernandes glaubt daran, dass er den Lotus-Namen behalten kann

Formel 1 2011

— 27.04.2011

Fernandes: Caterham besser als Lotus-Gruppe

Tony Fernandes erklärt, wieso ihn die Lotus-Gruppe motiviert und warum er den Caterham-Deal nicht bekanntgegeben hätte, würde er Lotus umbenennen wollen

Tony Fernandes' Lotus-Rennstall übernimmt den kleinen britischen Automobil-Hersteller Caterham. Das verlautbarte der Malaysier heute am Flugfeld in Duxford bei London. Nach dem Ende der Zusammenarbeit mit der Lotus-Gruppe hat es der AirAsia-Boss also doch noch geschafft, in die Automobil-Industrie einzusteigen.

Der Deal würde Fernandes auch die Möglichkeit bieten, sein Team im Falle einer Niederlage im Namensstreit gegen die Lotus-Gruppe in Caterham umzubenennen. Auch wenn er derzeit davon noch nichts wissen will, wie er gegenüber 'Autosport' behauptet: "Wären wir daran interessiert, dann hätten wir erst nach dem Gerichtsprozess unterschrieben. Wir haben das hier aber deutlich vor dem Gerichtsprozess gekauft."

Ganz ausschließen will er es dann aber doch nicht, dass er den Namen Caterham eventuell in die Formel 1 bringt: "Ich weiß es noch nicht, um ehrlich zu sein. Ich warte einmal ab, was beim Gerichtsprozess passiert. Caterham kann natürlich auf seinen eigenen Beinen stehen, aber es wäre glaube ich viel besser, wenn die beiden Marken zusammen sind. Das ist unser Erbe. Wir haben Team Lotus zurückgebracht."

Caterham besser als Lotus-Gruppe?

Fernandes gibt zu, dass es ursprünglich sein Plan war, gemeinsam mit der inzwischen verfeindeten Lotus-Gruppe den Automobil-Markt zu erobern: "Natürlich haben wir gedacht, dass die Lotus-Gruppe in vielerlei Hinsicht ein ungeschliffener Diamant ist. Mit einem Formel-1-Team hätten wir viele Dinge gemeinsam machen können. Das hat sich nicht so ergeben. Es ist lustig: Manchmal geht man im Leben einen Weg, der dann blockiert wird, und man wechselt auf einen anderen Weg. Dieser erweist sich nachträglich aber ohnedies als der bessere."

Der Lotus-Teamchef meint, dass er sich im Nachhinein wahrscheinlich gleich für eine Zusammenarbeit mit Caterham anstatt der Lotus-Gruppe entschieden hätte: "Ich wäre viel eher diesen Weg gegangen, denn er ist einfacher. Es handelt sich um ein profitables Geschäft, das nicht so viel Kapital benötigt, und das Formel-1-Team sorgt dafür, dass es wachsen kann. Ohne klischeehaft klingen zu wollen: Das ist in jeder Hinsicht eine himmlische Heirat."

Laut Fernandes profitieren beide Seiten: "Wenn man ein Formel-1-Team gründest, dann kannst du es ohne ein zusätzliches Geschäft rundherum nicht profitabel machen. Wir haben das Team unter anderem gegründet, weil wir der Meinung waren, dass es eine fantastische Möglichkeit bietet, um rundherum neue Marken und ein Geschäft aufzubauen."

Fernandes möchte GP2-Team in Caterham umbenennen

Dass die Lotus-Gruppe nicht Teil dieses Plans sein wollte und stattdessen mit dem Renault-Rennstall gemeinsame Sache macht, sorgt beim Rennstall aus Norfolk sogar für zusätzliche Motivation: "Einen großen Teil der Motivation, die uns soweit gebracht hat, ziehen wir aus der Lotus-Gruppe, die ihr Bestes gegeben hat um uns zu zerstören."

Fernandes hätte kein Problem damit, wenn es auch nach dem Gerichtsprozess zwei Lotus-Teams in der Formel 1 gibt. "Es gibt Manchester City und Manchester United", zieht er einen interessanten Vergleich heran. "Die Leute werden verstehen, wofür welche Marke steht und sich dann entscheiden, was sie wollen. Ich sehe keinen Unterschied und ich hoffe wirklich, dass beide bleiben können."

Während er also behauptet, dass er nicht daran denkt, sein Formel-1-Team in Caterham umzubenennen, zieht er diese Variante für die GP2-Serie durchaus in Betracht: "Ich kann ziemlich sicher bestätigen, dass es bald ein Caterham-GP2-Team geben wird. Ich werde das Team wahrscheinlich in Caterham umbenennen, AirAsia wäre dann der Sponsor, aber ich muss noch das Reglement überprüfen. Es würde dann AirAsia Caterham heißen. Es ist aber noch unklar, wann und wie wir das machen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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