Robert Kubica ist nicht mehr länger im Krankenhaus von Pietra Ligure

Formel 1 2011

— 28.04.2011

Kubica-Arzt: "Robert ist guter Dinge"

Dr. Francesco Lanza vom Krankenhaus in Pietra Ligure nimmt Stellung zum Gesundheits-Zustand von Robert Kubica und wagt einen ersten Ausblick

Über zwei Monate nach seinem schweren Unfall hat Robert Kubica das Krankenhaus in Pietra Ligure verlassen. Der polnische Formel-1-Rennfahrer war bei einem Rallye-Gaststart in Norditalien vom Kurs abgekommen und in die Leitplanken geknallt, wobei sich ein Teil der Streckenbegrenzung durch das Rallye-Fahrzeug des 26-Jährigen gebohrt und Kubica massive Verletzungen zugefügt hatte.

Im Anschluss daran musste der Renault-Pilot zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen, befindet sich aber nach wie vor auf dem Weg der Besserung, was vor wenigen Tagen in seiner Entlassung aus dem Krankenhaus mündete. Kubicas behandelnder Arzt, Dr. Francesco Lanza, der Leiter der Orthopädie-Abteilung im Santa-Corona-Hospital, spricht nämlich von tollen Fortschritten.

"Ich würde sagen, es geht ihm sehr gut. Die Situation ist sehr zufriedenstellend", sagt der Italiener im Gespräch mit '422race.com' und schildert seine jüngsten Eindrücke zum Zustand des Polen: "Alles lief prima und Robert ist guter Dinge. So weit ich ihn kennen gelernt habe, scheint er ein Mensch mit großer Charakterstärke und großem Mut zu sein." Deswegen dürfe man sehr zuversichtlich sein.

Weitere Untersuchungen stehen an

Positiv festzuhalten sei in diesem Zusammenhang, dass Kubica das Krankenhaus jetzt wie geplant verlassen konnte, meint Lanza. "Das hatten wir bereits anvisiert, denn man kann einfach nicht sechs, sieben Monate im Krankenhaus zubringen. Er musste sein tägliches Leben wieder in Gang bringen. Wir verständigten uns darauf, nachdem wir lange darauf hingearbeitet hatten", erklärt der Mediziner.

"Wir warteten darauf, dass er sich wieder eigenständig bewegen konnte. Durch einige Knochenbrüche war Robert in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und aufgrund seiner Schulter konnte er weder Stöcke noch Krücken verwenden. Als er seine Bewegungsfreiheit zurückgewonnen hatte, war klar, dass er heimgehen wollte", sagt Lanza. Kubica wird aber wieder nach Pietra Ligure zurückkehren.

"In den kommenden Monaten wird Robert einige Checks über sich ergehen lassen müssen, wobei wir die Heilung der Knochenbrüche überwachen werden. In der Nähe seines Zuhauses wird Robert nun seine Physiotherapie vorantreiben, ehe er schließlich zur Untersuchung erneut bei uns vorstellig wird. Das sollte mehr oder weniger im monatlichen Rhythmus geschehen", gibt der Arzt zu Protokoll.

Eine Bestandsaufnahme folgt im Sommer

Noch sei allerdings "in keiner Weise" absehbar, ob Kubica jemals wieder einen Rennwagen bewegen könne, betont Lanza. Im Vordergrund stehe ohnehin die vollständige Heilung der Verletzungen des polnischen Formel-1-Piloten. "Die Aussichten sind nun auf jeden Fall deutlich besser als zu Beginn der Behandlung und das ist wichtig", meint Lanza. "Seine Genesung hat auch uns überrascht."

"Ob es dazu ausreicht, dass er etwas so Spezifisches wie das Fahren eines Formel-1-Autos tun kann, ist noch immer schwierig zu sagen. Wir sind aber sehr zuversichtlich. Bei seiner Charakterstärke kann man rein gar nichts ausschließen", findet der italienische Mediziner. Weitere Erkenntnisse in dieser Hinsicht möchte man im Sommer sammeln. Dann soll sich Kubica einem großen Check unterziehen.

Ein solcher Zeitraum sei nichts Ungewöhnliches, bedenke man den Umfang der Verletzungen an den Nerven, sagt Lanza. "Wir verzeichnen aber schon jetzt sehr ermutigende Zeichen der Heilung. Ein halbes Jahr nach dem Unfall wäre sicherlich ein guter Zeitpunkt, um eine Bestandsaufnahme zu machen." In der Zwischenzeit wird Kubica beim Renault-Team durch Nick Heidfeld vertreten.

Fotoquelle: xpb.cc

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