Weltmeister Sebastian Vettel hat alle Pole-Positions in dieser Saison erobert

Formel 1 2011

— 28.04.2011

Vettel: "Wir dürfen nichts als garantiert ansehen"

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel respektiert die Konkurrenz vor dem Ausflug nach Istanbul - Sein Teamkollege Mark Webber findet die Eintrittskarten in der Türkei zu teuer

Im vergangenen Jahr kam es in der Türkei zu der viel diskutierten Stallkollision zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber. Die Differenzen wurden seither ausgeräumt. Demnächst fliegen die beiden Red-Bull-Piloten wieder an den Bosporus, denn das Rennen in der Türkei steht als nächstes im Kalender. Vettel ist mit drei Pole-Positions, zwei Siegen und einem zweiten Platz in die WM gestartet. Damit führt der Weltmeister auch die WM-Wertung mit 21 Punkten Vorsprung vor Lewis Hamilton (McLaren) an.

Teamkollege Webber hatte einen schwierigen Saisonstart, doch zuletzt fuhr der Australier ein starkes Rennen und kämpfte sich von Startplatz 18 auf das Podium. Beide Piloten nutzten das Oster-Wochenende um sich zu entspannen. "Ich hoffe, ihr habt alle ein schönes Wochenende gehabt", richtet Vettel seine Grüße an die Fans. "Ich habe Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht, weil ich sie lange nicht gesehen habe."

"Ich habe auch trainiert, um für die Türkei fit zu sein. Nachdem ich lange verreist war, war es gut, einfach ganz normale Dinge zu tun." Die Gedanken drehen sich aber bereits um das nächste Rennen. "Mir gefällt der Kurs in Istanbul. Er besteht aus allen Kurvenarten, aus langsamen und schnellen, so wie Kurve acht. Es ist eine unglaubliche Kurve. Wir versuchen jedes Jahr sie voll zu durchfahren."

"Sie ist schnell und extrem holprig, weshalb man kaum sieht, wohin man fährt. Man lenkt ein und hofft auf das Beste. Die Türkei ist hart zu den Reifen. Normalerweise ist es dort auch sehr heiß. Mir gefällt es aber, denn ich bin dort meinen ersten Formel-1-Test gefahren", spricht Vettel seine Bestzeit im Jahr 2006 an.

"Unser Auto sollte stark sein, aber wir müssen unsere Konkurrenz natürlich respektieren und dürfen nichts als garantiert ansehen. Jeder gibt alles, aber wir tun das auch, um unsere Stärken zu behalten." Bislang konnte einzig McLaren die "Bullen" herausfordern. Der RB7 hat trotz seiner Schnelligkeit noch Baustellen, wie die zahlreichen Probleme mit dem Energierückgewinnungs-System KERS zeigen.

Bei Webber hatte das System einige Male nicht funktioniert. Über Ostern war das aber kein großes Thema. "Hoffentlich hattet ihr alle schöne Ostern. Ich habe mich mit einigen Freunden getroffen und eine gute und ruhige Zeit verbracht. Natürlich habe ich auch einige Ostereier gegessen."

Dann richtet sich auch der Blick des Australiers auf die künftigen Aufgaben. "Mir gefällt der Istanbul Park. Es gibt viele Höhenunterschiede, die die Strecke an manchen Passagen zu einer richtigen Herausforderung machen. Dann gibt es die Kurve acht, die sehr, sehr lang ist. Sie besteht aus mehreren Scheitelpunkten und ist sehr schnell, weshalb die Reifen und der Nacken der Fahrer extra belastet werden."

"Die Kurve belohnt auch akkurates Fahren, wenn man die Linie am Eingang trifft." Seit der Premiere des Rennens in der Türkei leidet die Strecke unter Besuchermangel. "Leider ist es für die Bevölkerung sehr teuer", findet Webber, "Deshalb herrscht dort nicht immer die Atmosphäre, die es geben könnte. Das ist schade, denn die Fahrer sind gerne dort - zumindest bin ich es."

Fotoquelle: xpb.cc

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