Sinnbild der Williams-Krise: Barrichello kämpft mit einem HRT-Boliden

Formel 1 2011

— 29.04.2011

Williams tappt weiter im Dunkeln

Adam Parr hofft trotz des schwachen Starts weiter auf Platz fünf in der WM-Wertung, Rubens Barrichello gibt währenddessen zu, dass man die Probleme nicht versteht

Noch nie startete Williams so schlecht in eine Saison wie 2011. Technikchef Sam Michaels FW33 erwies sich bei den ersten drei Rennen als Flop, vor allem auf den Geraden mangelte es Rubens Barrichello und Pastor Maldonado an Geschwindigkeit. Der Heckflügel dürfte die Problemzone des Boliden sein. Kein Wunder, dass der Australier, der seit 2001 bei Williams beschäftigt ist und dessen Vertrag mit Saisonende ausläuft, um seinen Job fürchten muss.

Zumal Williams dieses Jahr mit der aggressiven Konstruktion die Spitzenteams attackieren wollte. "Mein Ziel war es, Fortschritte zu machen", bestätigt Geschäftsführer Adam Parr gegenüber 'Autosport'. "Wir sind hier, um zu gewinnen - wie jeder andere. In den vergangenen Jahren wurden wir Achter, Siebter und Sechster und ich wollte einen weiteren Schritt nach vorne machen. Zumindest Platz fünf wäre gut."

Parr gibt die Hoffnung noch nicht auf, dass Williams dieses Jahr die Kurve kriegt: "Wir haben erst drei Rennen hinter, die Saison ist lang und das Spiel ist noch nicht aus." Ihm ist aber der Ernst der Lage bewusst: "Die Dinge, die wir entwickeln, zeigen nicht den erwünschten Fortschritt. Die Moral im Team ist nicht so hoch wie sie sein sollte, da wir mehr erwartet hatten - das gilt auch für mich. Ich bin hier, damit wir schnell sind und um die Leute zu motivieren, aber ich würde mir eine bessere Leistung wünschen."

Grund für den miserablen Saisonstart ist laut dem Briten aber nicht, dass man nicht auf die Mittel der Topteams zurückgreifen kann: "Ich glaube nicht, dass das unsere Schwäche ist." In die gleiche Kerbe schlägt auch Nummer-eins-Pilot Barrichello: "Das Team besitzt alle notwendigen Werkzeuge. Das ist ein wichtiges Jahr - dieses Auto muss bis Saisonende in den Top-6 liegen, mit Arbeit ist das möglich."

Der Routinier verweist auf die Konkurrenz aus Woking: "Wenn sich McLaren vor dem ersten Rennen um zwei Sekunden verbessern kann, dann ist das für ein gutes Team möglich. Und ich schätze Williams immer noch hoch ein." Noch tappt man bei der Problemlösung aber im Dunkeln, gibt der Brasilianer zu: "Da gibt es etwas, das wir nicht verstehen."

Fotoquelle: Williams

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