Dr. Helmut Marko will mit Sebastian Vettel noch viele Erfolge feiern

Formel 1 2011

— 29.04.2011

Marko erklärt Vettels Ausstiegsklausel

Obwohl Sebastian Vettel seinen Red-Bull-Vertrag bis Ende 2014 verlängert hat, gibt es eine Ausstiegsklausel - Dr. Helmut Marko macht sich keine Sorgen

Wer in der Formel 1 ganz vorne mitfährt, der wird grundsätzlich mit Ferrari und Co. in Verbindung gebracht. Das war schon immer so und gilt natürlich vor allem für einen amtierenden Formel-1-Weltmeister, der die Gesamtwertung der aktuellen Saison nach drei Rennen wieder deutlich anführt. Auch wenn dieser, wie eben im Fall Sebastian Vettel, seinen Red-Bull-Vertrag gerade erst bis Ende 2014 verlängert hat.

Papier ist in der Formel 1 bekanntlich geduldig. Das große Thema sind eventuelle Ausstiegsklauseln, die ausgerechnet Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz im März an die Öffentlichkeit brachte. "Diese Regelung gibt es zwar formal, wäre aber kaum notwendig", sagte Mateschitz damals und fügte hinzu: "Wenn wir Sebastian kein wettbewerbsfähiges Auto geben können und er trotz eines Vertrags darum bitten würde, ihn gehen zu lassen, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir dieser Bitte nicht folgen würden."

So etwas weckt natürlich Begehrlichkeiten, nicht nur seitens Ferrari. Auch McLaren oder Mercedes würden Vettel wohl auf der Stelle verpflichten, wenn sie denn könnten. Doch genau diesen Hoffnungen schiebt nun Red-Bull-Motorsportchef Dr. Helmut Marko einen deutlichen Riegel vor. "Jeder kann einmal Schwächen haben", stellt der 68-Jährige gegenüber 'Autobild motorsport' klar.

"Aber wir sind mittlerweile so stark, dass wir selbst dann, wenn wir zum Saisonauftakt kein siegfähiges Auto haben, den Rückstand innerhalb kürzester Zeit aufholen können." Und wer im Formel-1-Umfeld glaubt ernsthaft daran, dass die bärenstarke Red-Bull-Technikschmiede um Adrian Newey in absehbarer Zeit überhaupt in solch eine Bredouille kommen könnte?

Insofern hat Marko auch eine glasklare Interpretation der Mateschitz-Aussage parat: "Seine Äußerung muss man also über einen Zeitraum von ein, zwei Saisons sehen. Dass man spontan aussteigen kann, ist in der Philosophie von Herrn Mateschitz zwar durchaus vorhanden. Aber bei so einer Organisation, die doch einiges an Geld investiert, da braucht man schon gewisse Sicherheiten."

Soll heißen: Um eine performancebedingte Ausstiegsklausel zu ziehen, müsste Red Bull schon in einem Dauerformtief stecken. Darüber macht sich auch Marko keine großen Sorgen: "Es geht hier nicht um Loyalität. Ein Spitzensportler muss einen wahnsinnigen Egoismus haben. Wenn wir Sebastian kein siegfähiges Auto hingestellt hätten und er nicht wüsste, dass wir das mit unserer Aufstellung bis 2014 auch weiterhin können, hätte er sich nicht für uns entschieden."

Fotoquelle: xpb.cc

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