Die McLaren-Truppe ist für das Mercedes-Werksteam derzeit nicht erreichbar

Formel 1 2011

— 30.04.2011

Schafft Mercedes den Anschluss?

Gegenüber McLaren fällt das Werksteam von Mercedes deutlich ab - Nico Rosberg glaubt an eine Steigerung

Nach den Wintertests hatte man McLaren beinahe abgeschrieben. Ein paar Wochen später in China gewann Lewis Hamliton sein erstes Saisonrennen. Etwa zwei Sekunden machte die Mannschaft aus dem britischen Woking gut, sogar Formel-1-Platzhirsch Red Bull muss um seine Vormachtstellung zittern. So sieht es auch deren Technikchef Adrian Newey: "McLaren wird unser Hauptgegner sein, denn die Jungs, die dort arbeiten, sind einfach gut", erklärte Newey gegenüber der 'Sport Bild'.

McLaren gegen Red Bull also, von Mercedes spricht im Zusammenhang mit dem Titelrennen niemand. Nico Rosberg und Michael Schumacher hinken in der Qualifikation gegenüber der Spitze um rund eine Sekunde hinterher. Der Abstand zwischen McLaren und Mercedes, den einstigen Formel-1-Kampfgenossen, hat sich gegenüber dem Vorjahr also sogar noch erhöht.

Hat sich der Kauf von Brawn wirklich gelohnt? Nicht alle sind dieser Meinung. "Die Trennung von McLaren war deshalb ein Risiko, weil Brawn nicht das Potenzial, die Manpower und dieselbe Erfahrung hat", meint etwa der ehemalige Formel-1-Teamchef Eddie Jordan. "Zudem können unabhängige Rennschmieden wie McLaren schneller auf Probleme reagieren als große Konzerne. Das hat man bei BMW, Honda und Toyota auch gesehen."

Dem will McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh nicht widersprechen. "Unsere Teamstruktur ist stabiler als bei anderen Mannschaften", meint der Nachfolger von Ron Dennis. "Deshalb verstehen sich meine Ingenieure mittlerweile blind." Das Team um den technischen Manager Jonathan Neale "analysiert die Dinge ohne Hektik. Im Notfall schauen wir uns an, was die Konkurrenz besser gemacht hat, und reagieren." Eben wie nach den Wintertests.

Aus Sicht von Mercedes bleibt die süßsaure Erkenntnis, dass es McLaren binnen kürzester Zeit geschafft hat, den Rückstand zu Red Bull zu egalisieren. Möglich ist solch ein Husarenritt also - auch im ehemaligen Brawn-Lager? Laut Nico Rosberg sehr wohl: "Mercedes hat gigantische Leute", versichert der 25-Jährige. "Es gibt keinen Grund, warum wir keinen Erfolg haben sollten."

Fotoquelle: McLaren

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