Ecclestone kann über die Pläne von Murdoch und den Teams nur lachen

Formel 1 2011

— 07.05.2011

Ecclestone verhöhnt Murdoch und Teams

Bernie Ecclestone macht sich nicht nur über Rupert Murdoch lustig, sondern auch über die Teams, die selbst Formel-1-Anteile übernehmen wollen

Abseits des sportlichen Spektakels sorgen in der Formel 1 derzeit die kommerziellen Rechte und das neu auszuverhandelnde Concorde-Agreement für Schlagzeilen. Doch Bernie Ecclestone, ein schlauer Taktiker für solche Verhandlungen, scheint seine jeweiligen Verhandlungspartner nicht sonderlich ernst zu nehmen.

Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man ihm dabei zuhört, was er zu den aktuellen Entwicklungen zu sagen hat. Vor allem auf Fragen nach den Übernahmeplänen von Exor (Agnelli) und News Corporation (Murdoch) reagiert er allergisch: "Nichts hat sich geändert", bleibt Ecclestone dabei, dass die Formel 1 nicht zum Verkauf steht. "Aber Murdoch versucht ja schon seit drei Jahren, die restlichen Anteile an 'Sky' zu übernehmen..."

Murdoch und seine 'Sky'-Beteiligung

"Sie haben also eine Menge Erfahrung darin, Dinge anzukündigen und sie nicht abzuschließen", macht sich der 80-Jährige über Medienmogul Rupert Murdoch und dessen Sohn James lustig. Auf die Frage, ob er damit rechne, von den Murdochs hinsichtlich einer Formel-1-Übernahme kontaktiert zu werden, antwortet Ecclestone: "Warum fragt ihr das nicht CVC? Das sind die Anteilseigner. Aber es wäre ja nett. Sie sind ja jetzt schon involviert, besitzen Ferrari."

Ein Seitenhieb auf News-Corporation-Partner Exor, also jene Investmentgruppe, der der Automobilhersteller FIAT und damit auch das Ferrari-Team angehört. Denn Ecclestone weiß genau, dass einige britische Teams ohnehin schon misstrauisch sind, weil sie eine Sonderstellung von Ferrari befürchten, und spielt gezielt mit dieser Angst. Ferrari auch noch indirekt zum Formel-1-Eigentümer zu machen, halten viele im Paddock für bedenklich.

Aber Ecclestone macht sich nicht nur über die Übernahmeabsichten von News Corporation und Exor lustig, sondern er amüsiert sich auch über die Teams. Bekanntlich hat FOTA-Chef Martin Whitmarsh gestern in Istanbul angekündigt, dass sich die Rennställe durchaus vorstellen können, sogar selbst Formel-1-Anteile zu übernehmen. Darüber soll morgen im Rahmen einer FOTA-Sitzung erstmals konkret diskutiert werden.

Keine Beteiligung der Teams

"Ich gehe in London zwei- bis dreimal pro Woche in ein Restaurant. Ich sage aber auch nicht zu den Eigentümern, dass ich Anteile ihres Restaurants haben möchte, nur weil ich dort esse", nimmt der Brite die Ankündigung der Teams auf die Schaufel. "Diese Leute würden mit ihren Trucks und Uniformen ziemlich dumm aussehen, wenn sie nirgendwo Rennen fahren könnten. Das wäre so, als würde ich ins Restaurant gehen, die können mir aber kein Essen servieren."

Die nicht ausgesprochene, aber im Raum stehende Drohung einer "Piratenserie" nimmt Ecclestone sowieso nicht weiter ernst: "Das hat es schon oft genug gegeben, dass sich jemand abspalten wollte, aber bis jetzt hatten sie damit keinen Erfolg. Wir hatten fünf oder sechs Concorde-Agreements und vor jedem hat es diese Diskussionen gegeben. Das ist das ganz normale Vorspiel, bevor diese Dinge passieren", relativiert er.

Fotoquelle: xpb.cc

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