Formel 1 ab 2013: Doch kein Ground-Effect wie damals beim Lotus 79

Formel 1 2011

— 10.05.2011

Formel 1 der Zukunft: Doch kein Ground-Effect

Die FIA kann sich mit ihrem Vorschlag zur Rückkehr zum Ground-Effect ab 2013 wohl nicht durchsetzen: Teams wollen flachen Unterboden und kleinere Flügel

Das künftige technische Formel-1-Reglement, das im Jahr 2013 in Kraft treten soll, ist derzeit Gegenstand von intensiven Diskussionen. Die Haltung von Automobilweltverband FIA und den aktuellen Formel-1-Teams sind in einigen Bereichen grundsätzlich unterschiedlich. Dies gilt nicht nur für den geplanten 1,6-Liter-Turbomotor, der in zwei Jahren kommen soll.

Auch wenn unter anderem Ferrari-Verantwortliche und auch Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone immer wieder gegen das geplante Motorenreglement wettern, so führt am kleinen aufgeladenen Triebwerk wohl kein Weg mehr vorbei. Der kleine Vierzylinder mit begrenztem Benzindurchfluss und erweiterem KERS wird 2013 eingeführt, viele Hersteller arbeiten schon an einem solchen Aggregat.

Anders ist die Situation auf der Aerodynamikseite. Die Planungsgruppe der FIA hatte ursprünglich eine Rückkehr zum sogenannten "Groundeffekt" angekündigt, der in den 1980er-Jahren zu hohen Kurvengeschwindigkeiten aufgrund des Abtriebs geführt hatte. Diese Idee wurde anfangs auch von den Teams unterstützt, zumindest hatte Williams-Technikchef Sam Michael zu Beginn seine wahre Freude an diesem Vorschlag.

Nun sieht der Australier die Situation nicht mehr so euphorisch. Im Rahmen des Grand Prix in der Türkei verständigten sich die Teams auf eine abgeschwächte Version im Bereich Aerodynamik. Nach übereinstimmenden Medienberichten plant man nun weiter mit flachen Unterböden, gleichzeitig soll die Flügelfläche erheblich verkleinert werden. Der Plan soll am morgigen Mittwoch endgültig abgesegnet werden.

"Vertreter der technischen Arbeitsgruppe haben sich in der vergangenen Woche mit der Teamvereinigung FOTA und der FIA zusammengesetzt. Am vergangenen Sonntagmorgen saßen wir erneut zusammen", berichtet Sam Michael im Gespräch mit 'Autosport'. Angeblich hatte die FIA Richtwerte für maximalen Abtrieb geplant. "Aber die ließen sich mit einem Ground-Effect-Auto nicht kontrollieren", sagt der Williams-Technikchef.

"Mit den aktuellen Unterböden haben wir viel Erfahrung. Wenn man nun gewisse Werte bezüglich Abtrieb und Luftwiderstand erreichen will, dann kann man dies beispielsweise über das Verbot von Bargeboards und Veränderungen an den Flügeln herbeiführen", erklärt Michael. Angeblich soll der Frontflügel auf eine Breite von 150 Zentimeter limitiert werden (bislang 180 cm).

"Einen Unterboden mit Flügelprofil hat es in der Formel 1 lange Zeit nicht gegeben. Ein Großteil der Teams hat das Gefühl, dass wir bei der Entwicklung die gewünschten Werte nicht einmal annähernd treffen würden", sagt der Australier, der Williams zum Saisonende verlassen wird. Nach Vorstellung der FIA-Fachleute soll die Formel 1 ab 2013 maximale Abtriebswerte bieten, wie man sie heutzutage beim Highspeedrennen in Monza sieht.

Fotoquelle: xpb.cc

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