Fernando Alonso sieht gute Chancen, in den Titelkampf eingreifen zu können

Formel 1 2011

— 12.05.2011

Alonso rechnet: Der Titel ist noch möglich

Der dritte Platz in Istanbul war laut Fernando Alonso "wichtig für die Moral im Ferrari-Team" - Wichtig ist nun, auch im Qualifying besser zu werden

Beim Großen Preis der Türkei am Sonntag in Istanbul stand mit Fernando Alonso zum ersten Mal in dieser Saison ein Ferrari-Pilot auf dem Podium. "Der dritte Platz war gut. Es war an der Zeit, denn wir hatten es zu lange nicht geschafft, ein Rennen in den Top 3 zu beenden", sagt der Spanier.

Vor allem sei aber wichtig gewesen, dass Ferrari bis zum Schluss an der Spitze mitgekämpft hat: "Das gelang Felipe bereits in China, und in den beiden Rennen davor waren wir ebenfalls nah am Podium. Endlich haben wir das erreicht, wozu wir in der Lage sind."

"Der dritte Platz war auch wichtig für die Moral im Team", räumt Alonso ein. Mit dem Saisonstart, der so gar nicht den Erwartungen entsprochen hat, seien alle bei Ferrari unzufrieden gewesen. "Und wir wissen, wie gut es tut, dass sich die täglichen Anstrengungen bezahlt machen", sagt er.

Doch Ferrari könne sich mit einem dritten Platz nicht zufrieden geben: "Wir müssen vor allem im Qualifying wesentlich konkurrenzfähiger werden. Wenn wir immer aus der dritten Reihe oder von noch weiter hinten starten, dann wird es schwierig, mit um das Podium zu kämpfen. Wir haben viele Eisen im Feuer, und wir hoffen, dass wir schon nächste Woche in Barcelona neue Teile haben werden, mit denen wir auch im Qualifying einen wichtigen Schritt nach vorn machen können."

Auf seinen Reisen zwischen seinem Zuhause in der Schweiz, dem Teamsitz in Maranello und Istanbul hat Alonso auch etwas herumgerechnet. "Ich spiele gern mit Zahlen", erklärt er. "Ich habe meine ersten vier Rennen des vergangenen Jahres mit denen dieser Saison verglichen und die Ergebnisse der einzelnen Rennen."

Das Ergebnis: Nach vier Rennen 2011 hat er acht Punkte weniger als 2010. Damals waren es 49, nun sind es 41. Aber wenn er seine Ausbeute der Einzelrennen in Australien, Malaysia, China und der Türkei zusammenrechnet und vergleicht, sieht die Rechnung anders aus. Da hat Alonso 13 Punkte mehr geholt als im vergangenen Jahr (41 gegen 28). Der Grand Prix in Bahrain, bei dem der Spanier 2010 als Sieger gleich einmal 25 Punkte auf sein Konto holte, wurde ja in diesem Jahr noch nicht gefahren.

"Es stimmt, dass mein aktueller Rückstand an die WM-Spitze wesentlich größer ist (52 Punkte) als der Rückstand, den ich 2010 nach Schanghai hatte (elf Punkte)", rechnet Alonso weiter. "Aber ich erinnere mich auch gut daran, dass wir nach Silverstone 47 Punkte zurückgelegen sind. Und da hatten wir nur noch acht Rennen vor uns. Heute stehen noch 15 Grands Prix aus."

Das zeige, dass man alles von zwei verschiedenen, sogar vollkommen gegensätzlichen Seiten betrachten kann: "Was zählt, sind Ergebnisse, und wir haben damit begonnen, auf das Podium zu fahren. Das müssen wir nun regelmäßig tun. Und wenn uns das gelingt, dann bin ich überzeugt, dass wir wieder mit um den Titel kämpfen können."

Nun verbringt Alonso zuhause ein paar freie Tage und bereitet sich auf den Doppelpack aus seinem Heimrennen in Barcelona und dem Grand Prix von Monaco vor. "Nun hoffen wir, dass wir den Weg, den wir in der Türkei eingeschlagen haben, fortführen werden", sagt er im Blick voraus.

Gleichzeitig sind seine Gedanken aber auch beim Ferrari-Test- und Entwicklungsfahrer Davide Rigon. Der Italiener hatte im GP2-Sprintrennen am Sonntagmorgen in Istanbul einen schweren Unfall und zog sich zahlreiche Brüche im linken Bein zu. Rigon wurde dreieinhakb Stunden lang operiert, im droht nun eine Zwangspause von sechs Monaten. "Er tut mir sehr leid, da er nun eine Weile lang keine Rennen fahren kann. Wir hoffen, dass er schnell wieder gesund wird. Und das sage ich auch ganz eigennützig, denn er hat für uns wertvolle Arbeit im Simulator geleistet", so Alonso.

Fotoquelle: xpb.cc

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