Bernie Ecclestone schließt eine Rückkehr nach Österreich zumindest nicht aus

Formel 1 2011

— 15.05.2011

Ecclestone Überraschungsgast am Red-Bull-Ring

Dietrich Mateschitz lädt ein und alle kommen, selbst Bernie Ecclestone - Formel-1-Rückkehr nach Österreich aber weiterhin kein Thema

Nur das Wetter konnte Dietrich Mateschitz nicht planen, doch ansonsten war die Neueröffnung seines Red-Bull-Rings (in den er übrigens als Privatmann und nicht als Red-Bull-Chef investiert hat) bisher ein einmaliges Spektakel für die österreichischen Motorsportfans. Doch abgesehen von diversen Highlights gab es gestern auch einen prominenten Überraschungsgast.

Denn trotz seines vollen Terminkalenders ließ es sich Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone höchstpersönlich nicht nehmen, Mateschitz' Einladung in Begleitung seiner brasilianischen Freundin Fabiana Flosi zu folgen. Das nährt natürlich Gerüchte, wonach die Königsklasse des Motorsports in den nächsten Jahren erstmals seit 2003 nach Spielberg zurückkehren könnte, doch das hält selbst Mateschitz für unwahrscheinlich.

Formel 1 derzeit kein Thema

"Spielberg konkurriert nicht mit architektonischen Statements der jüngsten Trends im Neuland des Motorsports", wird der "Oberbulle" von österreichischen Medien zitiert. "So sehr solche Akzente dort Sinn ergeben, auch als Ausdruck erfreulicher Ressourcen, so sehr schätzen wir hier die Einbettung in eine regionale Struktur." Auch Niki Lauda gibt sich skeptisch: "Es wäre verfrüht, von einer Formel-1-Rückkehr zu sprechen. Solche Dinge dauern."

Ecclestone selbst, bekannt als einer, der in Interviews mit nationalen Medien nur selten Streckenbetreiber des jeweiligen Landes kritisiert, scheint eine Rückkehr zumindest nicht kategorisch auszuschließen: "Warum nicht? Dieser Umbau hätte schon vor zehn Jahren gemacht werden sollen." Und der 80-Jährige witzelt: "Ohne den Regen hätte ich nie erkannt, dass das immer noch die gleiche Gegend ist..."

In Wahrheit ist ein Formel-1-Rennwochenende in Spielberg so gut wie unmöglich, alleine schon wegen diverser Einschränkungen, die als Zugeständnisse an die Anrainer gemacht werden mussten. So gibt es zum Beispiel extrem strenge Auflagen hinsichtlich Lärmbelastung und maximalen Zuschauerzahlen - das stellt selbst die DTM vor Probleme. Beim derzeitigen Stand der Dinge ist die Königsklasse also nicht einmal entfernt ein Thema.

Alle Red-Bull-Stars in Spielberg

Aber Mateschitz beschenkte seine steirische Heimat mit einem Schaulaufen der Motorsport-Prominenz: Weltmeister Sebastian Vettel, Mark Webber, Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari folgten dem Ruf ihres Chefs und sorgten teilweise mit ihren Formel-1-Demorunden für Unterhaltung. Zudem kamen die Red-Bull-Racing-Granden Christian Horner, Adrian Newey und Helmut Marko ebenso wie Niki Lauda, Gerhard Berger und Co.

Vettel ist ein bekennender Spielberg-Fan: "Hier auf dieser Strecke hatte ich ja mit 13 Jahren erstmals ein Erlebnis mit einem Formelauto", erinnert er sich. "Ich weiß nicht, ob die Rückkehr der Formel 1 realisierbar ist, aber es würde mich auf jeden Fall freuen, und ich hoffe sehr, dass ich es in meiner aktiven Zeit noch erleben könnte." Der Deutsche war erwartungsgemäß der unumstrittene Star der Red-Bull-Ring-Eröffnung.

Fotoquelle: pacepix.com

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