Dietrich Mateschitz hat Pläne, rechnet aber nicht mit einem Formel-1-Grand-Prix

Formel 1 2011

— 16.05.2011

Mateschitz stellt klar: Keine Formel 1 in Spielberg

Dietrich Mateschitz wollte seine Formel-1-Teams ursprünglich in Spielberg ansiedeln, doch der neue Red-Bull-Ring hat mit der Formel 1 nichts mehr zu tun

Die gelungene Eröffnung des Red-Bull-Rings am vergangenen Wochenende, zu der von Weltmeister Sebastian Vettel über Gerhard Berger bis hin zu Bernie Ecclestone alles kam, was im Motorsport Rang und Namen hat, lässt die Österreicher wieder einmal von einer Rückkehr der Formel 1 nach Spielberg träumen. Doch es wird voraussichtlich bei einem Traum bleiben.

"Wir werden weder eine Formel 1 noch einen Motorrad-Grand-Prix bekommen", stellt Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz im Interview mit der 'Kleinen Zeitung' klar. Eine Hürde sind zum Beispiel die Obergrenzen, die nach Anrainerprotesten zum Beispiel hinsichtlich der maximal erlaubten Zuschauerzahlen eingerichtet wurden. Außerdem gibt es keine überdachten Tribünen. Mateschitz: "Der Red-Bull-Ring ist baulich nicht für Zuschauer und nicht für Großveranstaltungen ausgelegt."

Nachhaltigkeit als Grundbedingung

Also ist ein Grand Prix von Österreich definitiv kein Thema? "Ich wüsste nicht wie", entgegnet der Milliardär. "Der Vergleich ist unfair, aber nehmen wir Abu Dhabi her: Die Strecke ist vier Tage im Jahr ausgelastet. Die restliche Zeit sind ein paar Leute beschäftigt, um zu lüften. So etwas wäre bei uns nicht zu verantworten. Wir müssen auf ein ganzheitliches Konzept bauen, können uns nicht ausschließlich nach einem Formel-1-Wochenende orientieren."

Zumindest verfügt der Red-Bull-Ring über die notwendige FIA-Lizenz, die für die Austragung eines Grand Prix notwendig wäre. Doch die DTM wird vorerst die Speerspitze des Eventkalenders in Spielberg bleiben. Die Strecke sei "nicht außergewöhnlich", sondern "höchstens gut", räumt Mateschitz selbst ein. Allerdings sei ihm ohnehin am wichtigsten gewesen, für die Region auf "stimmige" Weise Sinnvolles zu tun, anstatt sich selbst ein überdimensioniertes Denkmal zu setzen.

Aus der Privattasche finanziert

Die "über 100 Millionen Euro" teure Finanzierung stammt übrigens "zu 100 Prozent" aus der Privattasche des Red-Bull-Chefs: "Das Ganze hat ja keinen betriebswirtschaftlichen Hintergrund, hat keine Chance auf einen Return of Investment. Das wäre niemandem in unserem Konzern zumutbar. Mit Red Bull hat das nichts zu tun - außer mit dem logischen Namen für die Rennstrecke", gibt Mateschitz zu Protokoll.

Ursprünglich wäre das "Projekt Spielberg", das wegen einer nicht bestandenen Umweltverträglichkeitsprüfung abgeblasen werden musste, 750 Millionen Euro teuer gewesen. Damals hat Mateschitz auch daran gedacht, seine Formel-1-Teams am Red-Bull-Ring anzusiedeln. Nur: "Das geht leider nicht", gibt er sich im Nachhinein betrachtet geläutert, denn: "Da kann ich bauen, was ich will, du bekommst 300 der besten Formel-1-Leute nicht in die Steiermark."

Fotoquelle: pacepix.com

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