Dem Deutschen Timo Glock gefällt die Strecke vor den Toren Barcelonas sehr gut

Formel 1 2011

— 16.05.2011

Barcelona: Marussia-Virgin hofft auf das Updatepaket

Marussia-Virgin hat vor dem Rennen in Barcelona einen Aerodynamik-Test durchgeführt - Timo Glock hofft, dass das neue Paket eine Verbesserung darstellt

Die ersten vier Saisonrennen sind für Marussia-Virgin mehr als enttäuschend verlaufen. Der MVR-02 ist nicht nur langsam, sondern auch zuweilen unzuverlässig. Zuletzt konnte Timo Glock das Rennen in der Türkei gar nicht starten, weil das Getriebe streikte. Das größte Problem des Boliden liegt in der Aerodynamik. Designer Nick Wirth verzichtet vollständig auf einen Windkanal und konstruiert alles am Computer. Eine Woche vor dem Grand Prix von Spanien nutzte die Mannschaft die Zeit und absolvierte einen Geradeaus-Test in Spanien.

In Idiada wurde das neue Aerodynamikpaket, das am Bosporus für einige Rätsel sorgte, unter kontrollierten Bedingungen getestet. Das Ziel war klar: Es muss eine Verbesserung gelingen, sonst könnte das Team im weiteren Saisonverlauf an der Qualifikationshürde scheitern. "Wir haben einen positiven Aerodynamiktest in Idiada absolviert", sagt Teamchef John Booth. "Das sollte uns dabei helfen, mehr aus unserem Updatepaket in Barcelona herauszuholen."

"Wir sind optimistisch, dass wir einen weiteren Schritt vorwärts machen können. Die nächsten Rennen finden in Europa statt. Zusammen mit der Tatsache, dass wir die Strecken gut kennen, sollte uns alles leichter fallen", hofft der Brite. "Wir sind mit dem Kurs in Barcelona sehr vertraut und haben viele Daten im Jahr 2010 und bei den Wintertests gesammelt. Das heißt, dass wir eine gute Wissensbasis haben, auf der wir die Abstimmung aufbauen."

"Der Kurs ist auch ein guter Indikator wo wir mit der Gesamtperformance des Autos stehen. Wir werden repräsentative Ergebnisse von unseren Updates erhalten." Glock kann derzeit auch nur auf die Verbesserungen hoffen. Beim Saisonauftakt in Melbourne schied der 29-Jähirge aus. Im zweiten Rennen sah der Odenwälder die Zielflagge als 16. und in China als 21. Auf einer der aerodynamisch anspruchsvollsten Strecken im Kalender wird die Aufgabe nicht leichter.

"Der Circuit de Catalunya ist eine der besten Strecken im Kalender", freut sich Glock auf die fahrerischen Herausforderungen. "Wir Piloten sind dort schon viele Renen gefahren und haben zahlreiche Tests abgespult. Wir können sofort loslegen. Die Strecke hat von allem ein bisschen. Es gibt zwei langsame Passagen, gemischt von schnellen Abschnitten und zwei sehr langen Geraden. Speziell die Start- und Zielgerade ist einer der schnellsten im Kalender."

"Das Wetter kann zu dieser Jahreszeit etwas verrückt spielen. Das macht es unvorhersehbar und recht interessant für das Rennen. Wir wollen mehr aus unserem Paket herausholen. Hoffentlich funktionieren die neuen Entwicklungsteile gut, denn die ersten Anzeichen waren positiv." Wie Glock angesprochen hat, kennt auch sein Teamkollege Jerome D'Ambrosio den Kurs gut.

Bevor der Belgier im Winter vor den Toren Barcelonas getestet hat, kannte der Formel-1-Neuling den Kurs bereits aus Nachwuchsformeln wie der GP2. Im Vorzimmer der Königsklasse schied der 25-Jährige im Vorjahr im Hauptrennen aus. Im Sprint wurde es Platz 13. "Die Strecke zählt zu meinen Lieblingskursen, denn ich bin dort schon oft gefahren. Wenn man die Strecke gut kennt, erleichtert das natürlich den Start."

"Wir haben dort zu Saisonbeginn getestet, aber wir müssen uns trotzdem durch das übliche Abstimmungsprogramm arbeiten, weil sich die Streckenbedingungen rasch ändern", sagt D'Ambrosio. "Die Reifenmischung kann gut arbeiten, aber zu einem anderen Zeitpunkt nicht. Es wird eine anstrengende Woche, denn Monaco folgt gleich das nächste Wochenende darauf. Die Fans dürfen sich auf zwei aufeinander folgende und fantastische Renne freuen."

Fotoquelle: xpb.cc

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