Peter Saubers Stimmung ist nach dem Saisonauftakt etwas getrübt

Formel 1 2011

— 17.05.2011

Sauber fordert mehr Effizienz

Wieso Peter Sauber immer noch den verlorenen Punkten von Melbourne nachtrauert, wie man mit der Qualifying-Schwäche umgeht und was ihm in Spanien Hoffnung gibt

Das Sauber-Team zählt zu den Aufsteigern der Saison 2011. Im Vorjahr kam man lange nicht in die Gänge, ehe in der zweiten Saisonhälfte vor allem Kamui Kobayashi aufblühte und Punkte holte. Auch dieses Jahr ist es der Japaner, der sich mit acht Zählern zum "Punktehamster" entwickelt hat, Teamkollege Sergio Perez hält hingegen weiterhin bei null Zählern. Die Truppe liegt derzeit immerhin auf dem sechsten WM-Rang und somit vor den direkten Rivalen Toro Rosso, Force India und Williams.

Euphorisch darf Teamchef Peter Sauber bei seiner Analyse des Saisonstarts dennoch nicht sein. Sein Urteil gegenüber dem 'Blick' lautet: "Zuverlässigkeit und Performance gut, Effizienz verbesserungswürdig." Der Schock der Disqualifikation beim ersten Rennen in Melbourne sitzt dem Schweizer immer noch in den Gliedern: Zehn Punkte ließ man "Down Under" wegen illegaler Heckflügel liegen - ganz zu schweigen davon, dass auch die Rivalen nachträglich in den Genuss der Sauber-Punkte kamen.

Sauber wäre fast auf Mercedes-Niveau

"Keine Frage: Die zehn Punkte, die wir in Australien verloren haben, schmerzen sehr", gibt der 67-Jährige zu. "Vor allem verfälschen sie das Bild: Anstelle von acht Punkten, die wir nun auf dem Konto haben, wären es 18. Dann wären wir näher an Mercedes dran, und wir hätten auch ein deutlich dickeres Polster auf Toro Rosso, Force India und Williams, das einen sehr harzigen Start in die Saison hatte."

Er fordert von nun von seiner Truppe, dass solche folgenschweren Fehler nicht mehr passieren dürfen: "Beim aktuellen Punktestand kann ein einziges verrücktes Rennen alles auf den Kopf stellen. Deshalb ist es für uns zwingend nötig, keine Punkte mehr auf der Straße liegen zu lassen." Als positiver Faktor streicht er die Leistungsfähigkeit des C30 heraus: "Wir waren bei allen bisherigen Rennen in der Lage, aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren. Das ist die Basis, um uns weiter zu verbessern."

Gratwanderung Qualifying

Im Qualifying muss das Team hingegen Fortschritte machen - ein schmaler Grat, zumal dies auf Kosten der dieses Jahr viel wichtigeren Rennperformance gehen könnte. "Dass wir in den Rennen so stark sind, hat viel damit zu tun, dass unser Auto sehr schonend mit den Reifen umgeht. Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten. Unsere Piloten tun sich nämlich schwer, die Reifen auf einer einzelnen schnellen Runde optimal zum Arbeiten zu bringen. Eines dürfen wir auf gar keinen Fall: Unsere Stärke im Rennen einer guten Performance in der Qualifikation opfern."

Schon in Spanien soll es nun Fortschritte geben: Wie die meisten Rennställe setzt auch Sauber auf ein umfangreiches Update des aktuellen Boliden. Herzstück ist der neue Auspuff. "Das wird enorm spannend, handelt es sich doch dabei um ein extrem komplexes System, das allerdings sehr viel bringen kann", weiß Sauber. "Wenn es dann auch optimal funktioniert."

Fotoquelle: Sauber

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