Unschlagbare Verbindung: Stardesigner Adrian Newey und Red Bull

Formel 1 2011

— 17.05.2011

Warum Newey Ferrari einen Korb gab

Kaum ein Fahrer würde es wagen, ein Ferrari-Angebot auszuschlagen, doch Stardesigner Adrian Newey tat dies im Vorjahr - Die Gründe

In Maranello muss die Verwunderung groß gewesen sein, als Stardesigner Adrian Newey den Roten im Vorjahr zum wiederholten Male den Korb gegeben hatte. Schließlich würde kaum ein Rennfahrer ein konkretes Angebot von Ferrari abschlagen - für die meisten Menschen der Formel 1 wäre es ein Traum, einmal für das traditionsreichste Team der Königsklasse zu arbeiten.

"Sie sind ein großartiges Team und so wie viele Fahrer dem Mythos Ferrari irgendwann erliegen, sind auch Ingenieure nicht komplett gefühllos", erklärt der Brite gegenüber dem 'Guardian', dass es auch für ihn einen Reiz hätte, in den berühmten Werkshallen zu wirken. Doch wer Newey kennt, der weiß, dass seine Frau Marigold einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf ihren Gatten hat.

Newey ist die Familie wichtiger als Ferrari

Auch in diesem Fall. "Ich werde nicht zu Ferrari gehen", sagt der Red-Bull-Designer und schildert die Gründe: "Ein Grund ist, dass meine Familie (mit vier Kindern, anm.) in England lebt. Außerdem war es von Anfang an sehr lohnend, bei Red Bull eine Rolle zu spielen. Ich habe keine Sehnsucht, für ein anderes Team in der Formel 1 zu arbeiten."

Damit schließt er aber nicht aus, sich irgendwann außerhalb der Formel 1 eine neue Wirkungsstätte zu suchen - ursprünglich hatte er angekündigt, dass er sich mit 60 Jahren einer anderen Herausforderung widmen wolle. "Wie alt bin ich jetzt?" fragt er. "52? 53? Ich bin 52, glaube ich. Ja, 52."

Wann verlässt Newey die Formel 1?

Noch bereitet ihm die Formel 1, in der man ständig auf dem Prüfstand steht, viel Freude, wie er bestätigt: "Ich liebe die Vielseitigkeit und die Mischung aus Kreativität und Wettbewerb. Die Schattenseite ist, dass du ständig unter Druck stehst. Man wird aber auch ständig für seine Arbeit belohnt."

In den Anfangsjahren bei Red Bull waren Belohnungen allerdings äußerst selten: Da wurden in der Formel 1 bereits erste Zweifel laut, ob Newey noch den Ausschlag geben kann. Es wurde gemutmaßt, dass die Zeit der Designgenies vorbei ist, doch der Brite belehrte alle eines Besseren. "Wenn es nicht gut läuft, dann ist es sehr lehrreich. Vielleicht würde man dann lieber für British Aerospace arbeiten. Wenn man aber wirklich auf einem Höhenflug ist, dann ist das ein großartiges Gefühl." Ein Gefühl, dass Newey in seiner bisherigen Karriere oft genug auskosten durfte.

Fotoquelle: xpb.cc

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