Brawn erkennt keine Motivationsprobleme bei Schumacher

Formel 1 2011

— 18.05.2011

Warum Brawn weiter an Schumacher glaubt

Wieso Ross Brawn Schumachers Lustlosigkeit nach dem Türkei-Grand-Prix verstehen kann, wie er ihn seitdem erlebt hat und was ihm Hoffnung gibt

Im Vorjahr fuhr Michael Schumacher in Spanien eines seiner stärksten Rennen des Jahres. Das wird auch diesmal notwendig sein, damit seine Kritiker verstummen, denn in Istanbul erlebte der Rekord-Weltmeister als Zwölfter einen weiteren Tiefpunkt seit dem großen Comeback 2010. Zum ersten Mal hatte der 42-Jährige zugegeben, dass "die große Freude" nicht mehr da ist.

Ein erstes Indiz für einen möglichen Rücktritt des Mercedes-Piloten oder bloß eine logische Reaktion auf ein enttäuschendes Rennen? Das fragten sich Insider und Fans nach dem Europaauftakt. "Ich bin sicher, dass ihm das letzte Rennen nicht sehr viel Freude bereitet hat - und darauf hat er sich bezogen", relativiert Teamchef Ross Brawn gegenüber 'Autosport'. "Ein Rennen wie dieses würde doch jeden Fahrer etwas zurückwerfen."

Fällt "Schumi" in ein Loch?

Im Vorjahr musste Schumacher in Montreal eine herbe Enttäuschung hinnehmen, als er in den letzten Runden noch aus den Punkterängen verdrängt worden war. Daraufhin war der leichte Aufwärtstrend der Rennen davor verflogen. Könnte die Niederlage in der Türkei nun auch Nachwehen haben? Brawn verneint: "Er ist sehr belastbar und ich bin zuversichtlich, dass er dieses Wochenende wieder da sein wird, wo wir ihn haben wollen."

Obwohl Schumacher seine Lustlosigkeit nach dem Rennen in der Türkei nicht versteckte, ortet Brawn keinen Motivationseinbruch bei Schumacher. "Ich habe mit ihm danach gesprochen", schildert der Brite. "Wir hatten viele technische Diskussionen und er bedrängte uns, was wir nun beim Auto ändern werden, was es Neues gibt, welche Verbesserungen wir haben - nichts hat sich also verändert. Wir sind zuversichtlich." Das Urteil, Schumacher hätte seinen Spaß an der Formel 1 verloren, geht laut Brawn "eindeutig zu weit".

Schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage

Der langjährige Weggefährte des Deutschen glaubt indes weiterhin, dass nur Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. "Es sind recht kleine Dinge, an denen es scheitert. Und obwohl diese entscheidend sind, war er bis zum letzten Qualifying in der Türkei, als er ein paar Probleme hatte, unglaublich stark. Es ist also das letzte Stück, das noch fehlt."

Brawn hat daher nach eigenen Angaben keine Zweifel, dass Schumacher doch noch die Kurve kriegt: "Wenn er von Anfang an langsam gewesen wäre, dann müsste man sich Sorgen machen, aber ich habe keine Sorgen, denn er ist immer noch sehr schnell."

Fotoquelle: xpb.cc

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