Nick Heidfeld mit Glück im Unglück: Beim Feuer wurde der Deutsche nicht verletzt

Formel 1 2011

— 21.05.2011

Heidfeld-Renault: Rennen gegen die Zeit

Update: Nach dem spektakulären Renault-Feuer im dritten Training in Barcelona beginnt für Nick Heidfelds Boxencrew ein Rennen gegen die Zeit

Für Nick Heidfeld war der Fahrbetrieb im dritten Freien Training vorzeitig beendet - der Deutsche verabschiedete sich mit einer Qualmwolke aus der einstündigen Einheit. Zur Mitte der Session hatte sein Renault-Rennwagen nämlich Feuer gefangen, als Heidfeld gerade auf der Gegengeraden fuhr. Der Formel-1-Routinier reagierte geistesgegenwärtig und lenkte das Auto sofort an die Seite.

Heidfeld entstieg seinem schwarzen Fahrzeug unverletzt, wie er in einer ersten Stellungnahme bestätigt: "Mir ist gar nichts passiert. Das Feuer war zum Glück hinter und neben mir. Im Cockpit war alles in Ordnung", meint der 34-Jährige. Die Ursache für den Brand kennt Heidfeld noch nicht. "Wir wissen noch nichts Genaues. Ich habe zwar schon eine Idee, aber spekulieren bringt jetzt nichts."

Nur zwei Stunden bis zum Qualifying

Das Renault-Team steht jetzt nämlich unter Zeitdruck, denn die Qualifikation beginnt in weniger als zwei Stunden. "Es ist ziemlich viel kaputt. Ich weiß nicht, ob es reicht", sagt Heidfeld. "Es dauerte auch eine ganze Weile, bis das Auto wieder an der Box war. Ich hoffe, wir kriegen das Fahrzeug bis zur Qualifikation wieder hin. Auf der rechten Seite ist der Rennwagen allerdings massiv beschädigt."

"Wenn das Chassis einen Schaden davongetragen hat, wird es schwierig. Schauen wir einmal", meint Heidfeld und merkt an: "Es war eines der größten Feuer, die ich bisher im Auto erlebt habe." Bei Renault hat man inzwischen die Ursache geklärt: "Das Feuer scheint durch ein Auspuffversagen verursacht worden zu sein. Der Auspuff weist rechts ein Loch auf. Mit der Auspuffanströmung des Unterbodens hat das aber nichts zu tun", twittert das Team.

Für die Mechaniker hat ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen: "Nicks Auto sieht gerade ziemlich nackt aus", berichtet das Renault-Team aus der Box. "Die Fahrerzelle wird vom Motor getrennt, ebenso das Getriebe und die Hinterradaufhängung. Dann wird ein neuer Motor montiert. Die meisten Aufkleber müssen abgeschabt werden. Wir schauen uns das Getriebe an und ersetzen gegebenenfalls Aufhängungsteile."

107-Prozent-Hürde wohl kein Hindernis

Doch selbst wenn die Arbeiten nicht rechtzeitig fertig werden sollten, scheint Heidfelds Rennteilnahme am Sonntag gesichert. Laut 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer muss der langjährige Formel-1-Pilot trotz 107-Prozent-Regel unter keinen Umständen um seine Teilnahme am Grand Prix von Spanien bangen - im Zweifelsfall ist Heidfeld mit von der Partie.

"Wenn das Auto fertig wird, kann er an der Qualifikation teilnehmen. Falls nicht, besteht keine Gefahr, denn er ist startberechtigt", sagt Surer und erklärt: "Seine Rundenzeiten aus dem Freien Training sind gut genug dafür. Das ist die Ausnahmeregelung. Wenn jemand im Freien Training schnell genug war, um sich für das Rennen zu qualifizieren, dann darf er auch am Grand Prix an den Start gehen."

Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Rennkommissare ihr Okay geben. Eben dieses gewährten sie in der Vergangenheit schon mehrfach bei vergleichbaren Zwischenfällen. Für Heidfeld und sein Team geht es in den kommenden zwei Stunden darum, Schlimmeres - also einen Start aus der letzten Reihe - zu vermeiden.

Fotoquelle: xpb.cc

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