Das Renault-Duo Witali Petrow/Nick Heidfeld will im Fürstentum auftrumpfen

Formel 1 2011

— 24.05.2011

Renault: Erneuter Performance-Sprung in Monaco?

Die Fahrzeuge des französischen Teams waren in Monte Carlo traditionell für Spitzenplatzierungen gut - Renault hofft auf Fortsetzung der Tendenz

Das Renault-Team kam beim Grand Prix von Monaco in der Vergangenheit generell gut zurecht und erhofft sich auch für die diesjährige Ausgabe des Klassikers auf dem engen Stadtkurs in Monte Carlo eine Steigerung gegenüber den vorangegangenen Rennen. Im Vorjahr fuhr Robert Kubica für das französische Team im Qualifying in die erste Startreihe und beendete das Rennen am Sonntag auf dem Podium.

Nick Heidfeld, der in Barcelona mit einer famosen Aufholjagd vom Ende des Feldes bis auf Platz acht von sich reden machte, ist ein erklärter Monaco-Fan. "Monte Carlo ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken im Kalender. Wenn es ein Rennen gibt, dass ich den Zuschauern empfehlen würde zu besuchen, dann ist es dieses", sagt der Deutsche.

"Das Rennen ist wirklich verrückt. Die Strecke an sich ist nicht die einfachste, was es sehr interessant macht. Die Stimmung ist jedes Jahr großartig", stellt Heidfeld heraus. Aus fahrerischer Sicht machen nach Aussage des Renault-Piloten neben der Tatsache, dass die Leitplanken direkt neben der Ideallinie lauern vor allem die vielen Bodenwellen den Charakter des Kurses aus.

Monaco als Prunkstück der Formel 1

Teamkollege Witali Petrow, der vor zwei Jahren als damaliger GP2-Pilot in Monte Carlo auf das Podium fahren konnte, sieht vor allem dem Qualifying am Samstag eine entscheidende Bedeutung für den Ausgang des Rennens zukommen. "Die Strecke ist sehr eng und es gibt kaum Überholmöglichkeiten. Wenn es uns gelingt, in der Startaufstellung weit nach vorn zu kommen, sollten wir am Sonntag gut aussehen", hofft Petrow.

Genau wie Heidfeld schätzt der Russe die Atmosphäre rund um den Glamour-Grand-Prix. "Monaco unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von allen anderen Rennen im Jahr. Wenn die Leute an die Formel 1 denken, denken sie an Monaco", sagt er. " Die Zuschauer sind so nah am Geschehen dran wie sonst nirgendwo. Als Fahrer musst du dich wirklich auf den Kurs konzentrieren und darfst dir nicht den geringsten Fehler erlauben, sonst landest du unverzüglich an der Leitplanke."

Von den superweichen Pirelli-Reifen, die in Monaco erstmals an einem Rennwochenende zum Einsatz kommen werden, versprechen sich sowohl Heidfeld als auch Petrow eine interessante Show. "Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Pneus am Rennwochenende verhalten", sagt Heidfeld und merkt an, dass "sie sich von den Bridgestone-Reifen der Vergangenheit stark unterscheiden".

Technikchef James Allison erwartet mit Blick auf die superweichen Pirelli-Reifen "mehr Grip bei gleichzeitig höherem Verschleiß" im Vergleich zur weichen Mischung, die in Monte Carlo den Prime darstellen wird. Petrow ergänzt: "In erster Linie sind es die Reifen, die wir verstehen müssen, da sie einen enormen Einfluss auf den Ausgang des Rennens haben."

Im Gegensatz dazu misst der Russe den Zusatzsystemen KERS und DRS auf dem engen Stadtkurs keine ganz so große Bedeutung zu. Der Einsatz von DRS ist am Wochenende lediglich auf der Start/Ziel-Geraden erlaubt, nachdem die FIA die Tunnelpassage als Verbotszone für das System erklärt hat.

Nachholbedarf an der Box

Dass die Fahrzeuge des Renault-Teams in der Vergangenheit in Monte Carlo stets um vordere Platzierungen kämpfen konnten, ist auch Teamchef Eric Boullier bewusst. "Wir können das Wochenende kaum erwarten. Monaco lässt dir kaum Zeit zum Atmen", gibt er zu und verweist darauf, dass die Nächte im Fürstentum generell sehr kurz sind und auf die Mechaniker bei eingeschränkten Platzverhältnissen traditionell eine Menge Arbeit wartet.

"Wir werden für Monaco keine speziellen Updates an den Start bringen", offenbart Technikchef Allison und fügt an: "Wir fahren einen Heckflügel, der etwas mehr Abtrieb produziert." Die Zeiten, als die Teams mit speziellen Anbauteilen ins Fürstentum an der Cote d'Azur gereist sind, seien inzwischen vorbei.

Die gute Performance der Renault-Fahrzeuge auf engen Strecken wie Monte Carlo oder Budapest, führt Allison weniger auf den höheren Abtrieb, als vielmehr auf das Verhalten der Autos auf den Bodenwellen zurück. "Unsere Fahrzeuge liegen auf Bodenwellen grundsätzlich sehr gut. Dies erlaubt es den Fahrern, voll anzugreifen."

Ein Bereich, in dem das Team noch zulegen kann, sind nach Aussage des Briten die Boxenstopps. "Wir hatten zuletzt ein paar weniger gute Stopps in den Rennen", gesteht er. "Alle Teams arbeiten hart, sich auf diesem Gebiet zu verbessern. Das gilt für uns genauso. Unser Hauptaugenmerk liegt zunächst darauf, fehlerfreie Stopps hinzulegen. Im Anschluss daran können wir uns darauf konzentrieren, die Standzeiten zu minimieren", sagt Allison.

Fotoquelle: Renault

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