Sebastian Vettel will endlich auch im Fürstentum triumphieren

Formel 1 2011

— 24.05.2011

Feiert Vettel seinen ersten Monaco-Sieg?

Bereits im Vorjahr triumpierte Red Bull in Monaco, doch diesmal will Vettel gewinnen - Macht ihm Monaco-Spezialist Webber wieder einen Strich durch die Rechnung?

Red Bull hat bisher alle Pole-Positions 2011 inne - aus fünf Rennen gewann man vier. Eine beeindruckende Bilanz. Doch nun steht das vielleicht wichtigste Rennen des Jahres auf dem Programm: der Grand Prix von Monaco. Ein Rennen, mit dem Weltmeister Sebastian Vettel noch eine Rechnung offen hat, schließlich musste er sich im Vorjahr im Fürstentum seinem Teamkollegen Mark Webber geschlagen geben.

Auch 2009 musste der Red-Bull-Pilot in den Straßenschluchten eine Ohrfeige einstecken. Mit nachlassenden Reifen hielt er das Feld auf, später donnerte er in der Ste-Devote-Kurve in die Leitplanken. Ein Ereignis, das er mit Sicherheit nicht vergessen hat. "Es ist bemerkenswert, ein Formel-1-Auto in Monaco zu fahren", schwärmt der Heppenheimer. "Es handelt sich um eine einzigartige Strecke und eine einzigartige Herausforderung für den Fahrer."

Vettel will sich keine Fehler erlauben

Vor allem die Fehlerquote muss man in Monaco gegen Null herunterschrauben, was Vettel in dieser Saison bisher gelungen ist. "Man muss so hart pushen wie auf einer normalen Strecke, aber der kleinste Fehler kann einen richtig bestrafen", weiß Vettel aus eigener Erfahrung. "Die Startposition ist sehr wichtig und kann das Rennen bestimmen, da das Überholen in Monaco traditionell sehr schwierig ist. Auch der Verkehr ist im Qualifying eine große Herausforderung."

Vettel ist für das Renn-Wochenende an der Cote d'Azur zuversichtlich: "Als Veranstaltung ist das eines der Highlights des Jahres. Uns ist es dort letztes Jahr gut ergangen und ich hoffe, dass wir wieder sehr stark sind."

Webber erwartet unberechenbares Rennen

Was dem 23-Jährigen bisher versagt blieb, gelang im Vorjahr seinem Teamkollegen: Webber trug sich 2010 in die Siegerliste in Monaco ein - einer der absoluten Höhepunkte in der bisherigen Karriere des Australiers. "Wir wissen, dass dies eines der prestigeträchtigsten Rennen des Jahres ist", meint der 34-Jährige.

Trotz seines Vorjahres-Triumphes gibt er sich dieses Jahr vorsichtig: "Was die Reifen angeht, gibt es vor dem Rennen in diesem Jahr einige Fragezeichen", spielt er darauf an, dass Pirelli zum ersten Mal die superweiche Reifenmischung zu einem Grand Prix bringt. "Die Strategie könnte die schwierigste des gesamten Jahres werden."

Webber ist Monaco-Spezialist

Doch Webber gilt tatsächlich als Monaco-Spezialist: Bereits 2006 glänzte der "Aussie" im Williams und fuhr um den Sieg mit, ehe ein Motorschaden seine Hoffnungen zunichte machte. "Das ist eine Strecke, auf der es mir immer gut ergangen ist. Einige meiner besten Erinnerungen als Rennfahrer stammen von dort. Es handelt sich ganz klar um einen Stadtkurs, der einem viel abverlangt, der von den Fahrer das gesamte Wochenende lang eine unglaubliche Konzentration und Beherrschung erfordert - bereits am Donnerstag im den freien Trainings."

Auch der Cote d'Azur mit dem türkisen Meerwasser und der steilen Felsküste kann Webber einiges abgewinnen: "Die beeindruckende Küste und die Klippen sorgen für einen unglaublichen Hintergrund für eine der berühmtesten Strecken der Welt - dieses Kurs ist mit keinem anderen, auf dem wir ein Rennen fahren, zu vergleichen."

Fotoquelle: GEPA

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